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Simone Young ist seit 2005 Intendantin der Staatsoper Hamburg und Generalmusikdirektorin der Philharmoniker Hamburg. Hier dirigiert sie ein breites Spektrum von Premieren und Repertoirevorstellungen von Mozart über Verdi, Puccini, Wagner und Strauss bis zu Hindemith, Britten und Henze. Simone Young studierte in ihrer Heimatstadt Sydney/Australien Klavier und Komposition. Ein Stipendium führte sie an die Kölner Oper, wo sie als Korrepetitorin, Assistentin und Kapellmeisterin Erfahrungen sammelte. Von 1993 bis 1995 war sie Kapellmeisterin bei Daniel Barenboim. In dieser Zeit begann auch Simone Youngs internationale Karriere, die sie an alle großen Opernhäuser der Welt führte: unter anderem an die Wiener Staatsoper, an die Pariser Opéra Bastille, an das Royal Opera House Covent Garden London, an die Bayerische Staatsoper München, an die Dresdner Semperoper und an die New Yorker MET. Konzerte dirigierte sie unter anderem mit der Staatskapelle Berlin, den Münchner, Wiener, Berliner, Londoner und New Yorker Philharmonikern, dem NHK Symphony Orchestra Tokyo und dem RSO Wien. Von 2001 bis 2003 war sie Künstlerische Leiterin und Chefdirigentin der Australian Opera in Sydney und Melbourne. Seit 2007 ist sie zudem Erste Gastdirigentin des Lissabonner Gulbenkian Orchesters. Als Wagner-Dirigentin hat sich Simone Young international einen Namen gemacht: Sie übernahm mit großem Erfolg die Musikalische Leitung mehrerer kompletter Zyklen von »Der Ring des Nibelungen« an der Wiener Staatsoper und der Staatsoper Unter den Linden in Berlin sowie Vorstellungen an Londons Covent Garden. Seit 2008 schmiedet sie gemeinsam mit Regisseur Claus Guth und Bühnen- und Kostümbildner Christian Schmidt mit großem Erfolg ihren eigenen Hamburger »Ring«, der im Oktober 2010 mit der »Götterdämmerung« vollendet wird. In der Spielzeit 2010/2011 dirigiert Simone Young mit »Bliss«, »Götterdämmerung« und »Palestrina« drei Neuproduktionen, dazu übernimmt sie das Dirigat von John Neumeiers neuer Choreografie zu Mahlers zehnter Sinfonie. Sie wird außerdem die Wiederaufnahme von Richard Wagners »Parsifal« leiten sowie Vorstellungen von »Lucia di Lammermoor«, »La Traviata«, »Chowanschtschina«, »La Bohème«, »Trilogie der Frauen«, »Cavalleria rusticana« und »Otello«. Auch bei den beiden kompletten Aufführungszyklen des »Ring des Nibelungen« im Frühjahr 2011 steht die Generalmusikdirektorin selbst am Pult.
Simone Youngs viel beachteter Zyklus der Urfassungen von Bruckners Sinfonien mit den Philharmonikern Hamburg erscheint auf CD bei OehmsClassics, ebenso der aktuelle Hamburger »Ring des Nibelungen«. Simone Young hat zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten. In ihrer Heimat wurde sie mit dem Ehrendoktorat der Universitäten in Sydney und Melbourne sowie mit dem Orden »Member of the Order of Australia« ausgezeichnet. In Frankreich erhielt sie den Orden »Chevalier des Arts et des Lettres«, 2005 ehrte das Goethe-Institut in Weimar sie mit der Goethe-Medaille. Für ihre erste Spielzeit als Intendantin der Staatsoper Hamburg wählten Kritiker der Zeitschrift »Opernwelt« sie im Oktober 2006 zur »Dirigentin des Jahres«. 2006 wurde sie zur Professorin der Hochschule für Musik und Theater Hamburg ernannt. Zudem erhielt Simone Young mit den Philharmonikern Hamburg im September 2008 den Brahms-Preis Schleswig-Holstein.
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