Staatsoper Hamburg

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Unendliche Melodie?



Im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts wird das Theater zu einer Hochburg für die Opern von Richard Strauss und Richard Wagner. Doch auch Hindemiths »Sancta Susanna«, Strawinskys »Geschichte vom Soldaten« und Janaceks »Jenufa« finden Eingang in den Spielplan. Der Tenor Enrico Caruso, die Dirigenten Arthur Nikisch und der Komponist Eugen d'Albert, von dem drei Opern in Hamburg uraufgeführt werden, sind regelmäßig an der Oper zu Gast. 1914 erhält der gefeierte deutsche Bariton Heinrich Schlusnus ein Engagement.

Der erste Weltkrieg ist auch für den Opernbetrieb eine Belastung, doch trotz zahlreicher zum Militärdienst verpflichteter Mitglieder – immerhin 85 an der Zahl, vom Regisseur über Sänger und Kapellmeister bis zum technischen Personal – wird die Zahl der Aufführungen nicht verringert. In der Spielzeit 1914/1915 werden 570 Vorstellungen realisiert, davon alleine 82mal Wagner. Trotz schwieriger Zeiten unterstützt die Bürgerschaft 1925 den Umbau des Bühnenhauses. Im Jahr darauf wird das neue Bühnenhaus, das bis heute in dieser Form noch Bestand hat, mit Wagners »Die Meistersinger von Nürnberg« eingeweiht.

Nachdem die Nationalsozialisten 1933 die Macht übernommen hatten, wird Heinrich K. Strohm als regimetreuer Direktor eingesetzt. Er benennt das Stadt-Theater 1934 in »Hamburgische Staatsoper« um. Generalmusikdirektor ist seit der Spielzeit 1931/32 bis Ende 1933 Karl Böhm. Ab 1. Januar 1934 folgt ihm Eugen Jochum auf diesen Posten. 1938 findet anlässlich des 260-jährigen Bestehens der Hamburger Oper eine Festwoche statt. Thema sind die »Meister der Deutschen Oper«, von Händel bis Pfitzner – Hitler, Goebbels und von Rippentrop schauen zu.

In der Nacht vom 2. auf den 3. August 1943 wird der Zuschauerraum durch Luftangriffe völlig zerstört, nur das Bühnenhaus bleibt erhalten.











Festbankett mit Giacomo Puccini anläßlich seines Besuches im Stadt-Theater (Dezember 1912)

Ehrenloge beim Hitler-Besuch 1935