Staatsoper Hamburg

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Bürgerengagement auch beim Wiederaufbau



Zum zweiten Mal in ihrer Geschichte verdankt die Hamburger Oper ihr Weiterbestehen engagierten Hamburger Bürgern. Mit Genehmigung der Militärregierung wird am 9. Januar 1946 mit einer Neuinszenierung von Mozarts »Hochzeit des Figaro« der Neuanfang probiert. Günther Rennert, der bereits seit 1946 Operndirektor in Hamburg ist, wird im Jahr 1948 zum Intendanten ernannt. Unter seiner Ägide wird die regelmäßige Aufführung zeitgenössischer Werke an der Hamburgischen Staatsoper zur Selbstverständlichkeit. In den ersten Jahren nach dem Krieg bringt er Inszenierungen der Werke von Gottfried von Einem, Arthur Honegger, Paul Hindemith, Werner Egk, Carl Orff, Gian-Carlo Menotti und Ermanno Wolf-Ferrari auf die Bühne.

Im Jahr 1952 findet das Hamburger Ensemble bereits wieder die Kraft, vor dem Beginn der Spielzeit im September ein dreiwöchiges Gastspiel bei den Edinburgher Festspielen zu geben. Sechs Werke deutscher Komponisten haben die Hamburger im Gepäck und bestreiten damit insgesamt 18 Vorstellungen.

Im Februar 1953 beginnt der Abbruch der Vorderhaus-Ruine. Nach Plänen des Architekten Gerhard Weber entsteht ein neues Zuschauerhaus. Bis zu dessen Eröffnung am 15. Oktober 1955 mit Mozarts »Zauberflöte« in der Inszenierung von Günther Rennert dienen zwischenzeitlich die Musikhalle, das Thalia-Theater und das Theater am Besenbinderhof als Spielstätten.











































Hamburgische Staatsoper 1946: Der provisorische Zuschauerraum im erhalten gebliebenen Bühnenhaus. Eröffnung am 10. Januar 1946 mit Mozarts "Die Hochzeit des Figaro".

Hamburgische Staatsoper 1949 bis 1954: Der Zuschauerraum wurde in die alte Ruine gebaut, die Anzahl der Sitzplätze wurde dabei von 600 auf 1200 verdoppelt.

Rudolf Schock und Anne Bollinger in "Manon Lescaut", 1954

Anneliese Rothenberger und Toni Blankenheim in "Lulu", 1967 (Inszenierungen Günther Rennert)