Staatsoper Hamburg

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Moderne Sichtweisen



Unter der 1997/98 beginnenden Leitung von Dr. Albin Hänseroth als Intendant, Detlef Meierjohann als Geschäftsführer und Ingo Metzmacher als Generalmusikdirektor werden spektakuläre Produktionen realisiert. Dazu gehören allen voran Wagners »Lohengrin« in der eigenwilligen Lesart von Peter Konwitschny, mit Thomas Moser als Lohengrin und Inga Nielsen als Elsa. Sicher aber auch Olivier Tambosis von Presse und Publikum hymnisch gefeierte Inszenierung von Leos Janaceks „»Jenufa« mit Eva Marton als Küsterin und Karita Mattila in der Titelrolle. Außer dem »Lohengrin« bringt das Erfolgsteam Metzmacher/ Konwitschny zwischen 1997 und 2005 insgesamt elf gemeinsame Arbeiten auf die Bühne der Staatsoper und prägt damit diese Ära der Staatsoper ganz entscheidend. Große Erfolge sind unter anderem »Der Freischütz«, »Don Carlos«, »Wozzeck«, »Lulu«, »Die Meistersinger von Nürnberg«, »Moses und Aron« sowie »La Clemenza di Tito«. Gleich zu Beginn ihrer gemeinsame Arbeit werden die beiden im Herbst 1998 mehrfach ausgezeichnet: Für den »Lohengrin« erhält die Hamburgische Staatsoper den Bayerischen Theaterpreis, und Ingo Metzmacher wird von der Zeitschrift »Opernwelt« zum Dirigenten des Jahres gekürt und im Oktober desselben Jahres mit dem Klassik-Echo ausgezeichnet. Peter Konwitschny wird in Folge mehrfach von Kritikern zum Regisseur des Jahres gekürt. Opernintendant Louwrens Langevoort, der 2000 Albin Hänseroth ins Amt folgt, setzt ebenfalls eigene künstleriscshe Akzente. Er initiiert einen Zyklus mit Barock-Opern und bereichtert damit das Profil der Hamburgischen Staatsoper um einen herausragenden Programmschwepunkt. Presse und Publikum nehmen Produktionen wie »Alcina«, »L'Incoronazione di Poppea« und »Giulio Cesare in Egitto« begeistert auf. Auch die von Langevoort ins Leben gerufene Kinderopernreihe »Opera piccola« ist ein großer Erfolg, nach dem Prinzip »Kinder machen Oper für Kinder« wird hier der Nachwuchs im künstlerischen Bereich ebenso gefördert wie das junge Publikum. Nachwuchsförderung im Rahmen des »Internationalen Opernstudios«  sowie Aufträge an junge Komponisten und der Ausbau eines herausragenden Ensembles sind weitere Schwerpunkte des niederländischen Intendanten.































»Die Eroberung von Mexico«, Uraufführung 1992 (Insz. Peter Mussbach)



»Jenufa« (Inzs. Olivier Tambosi)


Bo Skovhus und Angela Denoke in »Wozzeck«, 1998 (Insz. Peter Konwitschny)