Staatsoper Hamburg

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Neues Betriebsgebäude



Am 3. Januar 2005 wurde das neue Betriebsgebäude der Hamburgischen Staatsoper offiziell seiner Bestimmung übergeben. Nach einer Bauzeit von dreieinhalb Jahren ist damit eine Vision Wirklichkeit geworden, die die Theaterleitung der Staatsoper mit großem Engagement seit Jahren vorangetrieben hat. Mit einem Volumen von 37 Millionen Euro stellte das neue Betriebsgebäude die umfangreichste Investition der Freien und Hansestadt Hamburg im Kulturbereich in den letzten Jahren dar.
„Die Mantelbebauung des Betriebsgebäudes Ecke Gustav-Mahler-Platz und Büschstraße wurde von der Sprinkenhof AG nach einem Entwurf des Hamburger Architektenbüros Schmitz Münzesheimer Lück realisiert. In dem Gebäude sind Geschäfte und Büros untergebracht."

Der Entwurf für das neue Opernbetriebsgebäude stammt von dem Hamburger Architektenbüro Kleffel Köhnholdt und Partner und entspricht sowohl den städtebaulichen Rahmenbedingungen in der Hamburger Innenstadt, als auch den Anforderungen an den Spielbetrieb.

Die Ausdehnung des Gebäudes folgt dem alten Stadtgrundriss und schließt mit den Flurstücksgrenzen zu den Straßen Kalkhof und Kleine Theaterstraße ab. Bei der Gestaltung der Fassade haben die Architekten Wert auf Transparenz und klare Strukturen gelegt, wobei sich die Funktionalität des Baus auch hier wieder finden sollte.

Durch die Inbetriebnahme des neuen Gebäudes haben sich die Produktionsabläufe und Arbeitsbedingungen an der Hamburgische Staatsoper deutlich verbessert. Auf einer Grundfläche von 8.500 qm entstanden drei große Probebühnen, ein Orchesterprobensaal für das Philharmonische Staatsorchester, ein Chor- und ein Ballettprobensaal sowie zahlreiche Büro- und Aufenthaltsräume. In den oberen Geschossen sind die Werkstätten eingezogen, darunter die Kostümschneiderei, die Maskenbildnerei, die Rüstmeisterei und die Hutmacherei. In den Untergeschossen ist Platz für Lager- und Magazinräume, zudem konnten im Bereich des zentralen Lastenaufzugs kleinere Tischler- und Schlosserwerkstätten für Reparaturen im laufenden Betrieb eingerichtet werden. Viele Transporte werden durch den Neubau überflüssig, denn Dekorationen für 10 bis 14 Spieltage können nun im fertigen Tagesmagazin gelagert werden. Der neue, komplett versenkbare Drehscheibenwagen entspricht dem höchsten technischen Standard und bietet noch vielfältigere Möglichkeiten bei der Realisierung von Bühnenbildern sowie schnellere Umbauten.

Seit der Fertigstellung des neuen Betriebsgebäudes gibt es auch die »Opera stabile« wieder, jene beliebte Studiobühne der Staatsoper. Sie bietet Möglichkeit für eine Vielzahl von Veranstaltungen - für experimentelles Musiktheater, Liederabende und Diskussionsrunden bis hin zu geschlossenen Schulveranstaltungen. Der Besuchereingang der »Opera stabile« wurde von der Büschstraße an die Ecke Kleine Theaterstraße/Kalkhof verlegt.

20. Juli 2001     
Startschuss für die Baumaßnahme

August - Oktober 2001     
Entkernung und Abriss der alten Betriebsgebäude

ab Oktober 2001     
Herstellung der Baugrube und Gründung

Juni 2002     
Grundsteinlegung und Beginn des Rohbaus

Spielzeitpause Sommer 2003     
Durchbruch durch die Rückwand
zur Hauptbühne – das neue Betriebsgebäude wird mit dem Opernhaus verbunden

Januar 2005     
Fertigstellung und Einweihung des neuen Betriebsgebäudes