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Staatsoper Hamburg

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Wolfgang Amadeus Mozart

Così fan tutte

Letzte Aufführung
DI, 19.02.2013 19:00 Uhr


"...und weitet und erfüllt die Phantasie und erwärmt das Herz"

Mozarts Opern "Die Zauberflöte" und "Così fan tutte"

Im Vergleich mit der Musik wurden die Textbücher von Opern oft als minderwertig befunden. Selbst Mozarts Librettisten waren manch harscher Kritik ausgesetzt. Berühmtes Beispiel ist Lorenzo da Pontes Text zu "Così fan tutte", der für den Zeitgeschmack des 19. Jahrhunderts als zu unmoralisch galt. Auch die dramatische Vorlage zur "Zauberflöte" von Emmanuel Schikaneder wurde kontrovers aufgenommen. Berühmte Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts gaben wenig schmeichelhafte Statements über das Textbuch ab, so beispielsweise Peter I. Tschaikowsky in einem Brief an seine Vertraute Nadeshda von Meck: "Niemals wurde ein dümmeres sinnloseres Sujet von einer berückenderen Musik begleitet." In seinen 'Vorlesungen über die Ästhetik' verteidigte niemand Geringerer als Friedrich Hegel den Text:
"Wie oft kann man nicht das Gerede hören, der Text der 'Zauberflöte' sei gar zu jämmerlich, und doch gehört dieses Machwerk zu den lobenswerten Opernbüchern. Das Reich der Nacht, die Königin, das Sonnenreich, die Mysterien, Einweihungen, die Weisheit, Liebe, die Prüfungen und dabei die Art einer mittelmäßigen Moral, die in ihrer Allgemeinheit vortrefflich ist - das alles, bei der Tiefe, der bezaubernden Lieblichkeit und Seele der Musik, weitet und erfüllt die Phantasie und erwärmt das Herz."

Sowohl "Die Zauberflöte" als auch "Così fan tutte" sind bis heute unverwüstliche Bestandteile eines jeden Opernrepertoires - besonders wenn attraktive Besetzungen auf dem Abendzettel stehen.

Fotos: © Brinkhoff / Mögenburg