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Staatsoper Hamburg

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Richard Wagner

Tristan und Isolde

Letzte Aufführung
DI, 14.05.2013 17:00 Uhr


Tristan und Isolde

Vorgeschichte
Die irische Königstochter Isolde war mit ihrem Vetter Morold verlobt. Als dieser bei König Marke in Cornwall den fälligen Zins einholen wollte, erschlug ihn Tristan, Markes treuer Ritter. Anstelle des Zinses sandte Marke den Kopf von Morold nach Irland. Aber auch Tristan war im Kampf verwundet worden, und da Isolde die Waffen ihres Verlobten vergiftet hatte, konnte die Wunde nur von ihr geheilt werden. Als Spielmann "Tantris" verkleidet, steuerte daher der verwundete Ritter an Irlands Küste. Isolde pflegte den Gast, erkannte aber bald in ihm den Mörder Morolds, als sie in seinem Schwert eine Scharte entdeckte, in die sich ein Splitter fügte, den sie in Morolds Haupt gefunden hatte. Zornig trat sie an Tristans Lager, um den Verlobten zu rächen. Doch vor Tristans Blick, der in diesem Augenblick ihre Augen suchte, ließ sie ihr Schwert sinken. "Seines Elendes jammerte mich..., die Morold schlug, die Wunde, sie heilt' ich, dass er gesunde und heim nach Hause kehre, mit dem Blick mich nicht mehr beschwere". Wieder in Cornwall, glaubte Tristan, Marke den Verzicht auf Isolde schuldig zu sein. So kehrte er - nun unter seinem wirklichen Namen - an den irischen Hof zurück und trat als Brautwerber für König Marke vor Isolde. Willenlos folgte ihm Isolde auf das Schiff, das sie nach Cornwall bringen soll.

1. Akt
Während der Überfahrt hat Tristan die Nähe Isoldens gemieden. Als sie ihn durch Brangäne zu sich rufen lässt, erhält diese von Kurwenal höhnisch zur Antwort, dass sein Herr Tristan niemals der "Magd" zu Diensten sein könne, die er selbst dem König Marke zu schenken sich anschicke. Der bestürzt wegeilenden Brangäne singt er das Spottlied von Herrn Morolds Tributfahrt nach Cornwall nach. In heller Entrüstung weiht Isolde ihre Dienerin in die Zusammenhänge ein. Brangäne sucht die Herrin zu trösten mit dem Hinweis auf die Vorsorge von Isoldens Mutter, die ihr einen Liebestrank mitgegeben hätte für den Fall, dass sie sich nur aus Staatsraison einem ungeliebten Gatten vermählen müsse. Isolde aber erklärt, dass unter den Zaubersäften der Mutter nur einer für sie tauge: der Todestrank. Zusammen mit Tristan will sie ihn nehmen. Doch im Angesicht des Todes sinken beide einander in die Arme: statt des Todestrankes hat ihnen Brangäne den Liebestrank gereicht. Trompeten und Rufe der Mannschaft verkünden die Landung in Cornwall.

2. Akt
Melot, bis zu Isoldens Ankunft Tristans treuester Freund, hat in der Sommernacht zur Jagd blasen lassen. Isolde erwartet Tristan. Eine Fackel verrät ihm, dass die Ritter noch in der Nähe sind. Wenn sie erlischt, ist der Weg zu Isolde ohne Gefahr. Voller Ungeduld befiehlt Isolde, die Fackel zu löschen. Brangäne aber weigert sich. Sie misstraut Melot und seiner zu so später Stunde veranstalteten Jagd. So löscht Isolde selbst die Fackel. Die Nacht führt die Liebenden zusammen. Als der Morgen dämmert, werden sie von Melot, der beide an König Marke verraten hat, überrascht. Erschüttert von Markes Anklage stürzt sich Tristan in Melots Schwert.

3. Akt
Kurwenal hat seinen verwundeten Herrn auf dessen Burg Kareol gebracht. Tristan erwacht aus bewusstlosem Dämmern. Der Gedanke, dass Isolde noch "im Reich der Sonne" weile, ruft ihn ins Leben zurück. Sein an Wahnsinn grenzendes Sehnen schlägt in Hoffnung um, als ihm Kurwenal berichtet, er habe nach Isolde ausgesandt. In einer Vision erblickt er die Geliebte. Isolde kommt. In ihren Armen stirbt Tristan. Mit einem zweiten Schiff landen Marke und Melot, denen Brangäne von dem Liebestrank erzählt hat. Kurwenal erschlägt Melot und bricht, selber schwer verwundet, zusammen. Isolde erlebt sterbend die mystische Vereinigung mit dem Geliebten.
W.W.

Fotos: © Brinkhoff / Mögenburg