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Staatsoper Hamburg

Staatsoper Hamburg Keyvisual


 
Richard Wagner

G├Âtterd├Ąmmerung

Letzte Auff├╝hrung
SO, 2.06.2013 17:00 Uhr

    Staatsoper Hamburg

    Vorspiel
    Im n├Ąchtlichen Dunkel erscheinen die Nornen und verk├Ârpern d├╝stere Ahnungen. Das Seil, das sie winden, um in die Zukunft zu blicken, rei├čt. Die Nornen verschwinden, als der Tag anbricht.

    Siegfried dr├Ąngt es zu neuen Taten. Er will Br├╝nnhilde verlassen. Da sie ihn nicht daran hindern kann, bleibt ihr nur der Ring, den ihr Siegfried als Liebespfand hinterl├Ąsst.
    Siegfried bricht in eine unbekannte Welt auf.

    Erster Akt
    Der Gibichungensohn Gunther genie├čt seinen Ruhm und seinen Wohlstand. Er und seine Schwester Gutrune leben zusammen mit ihrem Halbbruder Hagen, welcher der Sohn Alberichs ist. Von ihm m├╝ssen sie sich vorhalten lassen, unverheiratet zu sein. Hagen bringt Br├╝nnhilde ins Gespr├Ąch, die eine veritable Braut f├╝r Gunther w├Ąre. Da sie von einem Feuerzauber umgeben ist, den nur Siegfried durchbrechen kann, ist es Hagens Plan, Siegfried durch einen Zaubertrank an Gutrune zu binden und ihn so Br├╝nnhilde f├╝r Gunther gewinnen zu lassen.
    Als Siegfried bei den Gibichungen eintrifft, ├╝berw├Ąltigt ihn der Anblick Gutrunes so stark, dass er Br├╝nnhilde vergisst. Er schlie├čt Blutsbr├╝derschaft mit Gunther und bricht mit ihm unverz├╝glich auf, um mit Hilfe des Tarnhelms Br├╝nnhilde f├╝r Gunther zu freien. Hagen bleibt zur├╝ck in der Gewissheit, dass Siegfried Gunther die Braut, ihm aber den Ring bringen wird, der die Herrschaft ├╝ber die Welt garantiert.

    Br├╝nnhilde wird von ihrer Walk├╝ren-Schwester Waltraute aufgesucht. Sie berichtet von Wotans Resignation und seinem einzigen Wunsch, Br├╝nnhilde m├Âge den fluchbeladenen Ring an die Rheint├Âchter zur├╝ckgeben, um damit die Schuld der G├Âtter zu s├╝hnen. Doch Br├╝nnhilde ist der Ring mehr wert als das Schicksal der G├Âtter.
    Nachdem Waltraute sie verlassen hat, erscheint Siegfried in Gestalt Gunthers. Er bezwingt Br├╝nnhilde, die ihm als Gunthers Gemahlin folgen muss.


    Zweiter Akt
    Hagen erwartet Siegfrieds und Gunthers R├╝ckkehr. Wie im Traum gemahnt ihn Alberich, den Ring zur├╝ckzugewinnen. Siegfried hat Br├╝nnhilde an Gunther ├╝bergeben und ist dem Paar vorausgefahren, um Gutrune schnell wiederzusehen. Hagen heizt die Mannen auf, seinem Bruder und dessen Braut einen w├╝rdigen Empfang zu bereiten. Als Br├╝nnhilde bei ihrer Ankunft Siegfried an der Seite Gutrunes sehen muss und wahrnimmt, wie er den Ring, den ihr der vermeintliche Gunther abgerungen hat, an sie weitergibt, ger├Ąt sie in Verwirrung. Sie bezichtigt Siegfried des Treuebruchs. Siegfried bekennt sich zu der Blutsbr├╝derschaft mit Gunther und f├╝hrt zu seiner Verteidigung das Schwert Nothung an, das ihn in der Brautwerbenacht von Br├╝nnhilde trennte. Hagen fordert ihn auf, seine Aussage zu beeiden. Br├╝nnhilde beantwortet Siegfrieds Eid mit einem Gegeneid, den Siegfried herunterspielt. Er dr├Ąngt darauf, mit den Hochzeitsvorbereitungen fortzufahren.
    Br├╝nnhilde und Gunther f├╝hlen sich gedem├╝tigt und fordern S├╝hne f├╝r Siegfrieds Verrat. Hagen bringt sie dazu, mit ihm einen Schwur auf Siegfrieds Tod zu leisten.

    Dritter Akt
    Siegfried hat sich auf der Jagd verirrt und begegnet den Rheint├Âchtern. Sie raten ihm, den Ring zur├╝ckzugeben, der seinen sicheren Tod bedeute. Siegfried will sich nicht einsch├╝chtern lassen. Die Rheint├Âchter wenden sich von ihm ab und hoffen, bei Br├╝nnhilde mehr Verst├Ąndnis zu finden.

    Siegfried findet zur Jagdgesellschaft zur├╝ck. Es beginnt ein gro├čes Gelage, bei dem Hagen Siegfried auffordert, von seinen Heldentaten zu berichten. Siegfried erz├Ąhlt von Mime, von dem Drachenkampf und dem Waldv├Âgelein, das ihn zu Br├╝nnhilde f├╝hrte. Er wird sich seiner Schuld bewusst, Br├╝nnhilde verlassen und verraten zu haben. Hagen t├Âtet Siegfried, der sich im Sterben noch einmal der ersten Begegnung mit Br├╝nnhilde erinnert.

    Unruhig erwartet Gutrune die R├╝ckkehr Siegfrieds. Hagen bringt ihr den Leichnam ihres Br├Ąutigams, der angeblich einem wilden Eber zum Opfer gefallen sei. Doch Gutrune begreift, dass Siegfried ermordet wurde. Gunther weist die Schuld von sich und klagt Hagen an, der seine Tat als Rache f├╝r Siegfrieds Meineid verteidigt und Anspruch auf den Ring erhebt. Im Streit der beiden Halbbr├╝der um dieses Erbe t├Âtet Hagen Gunther. Als er den Ring an sich rei├čen will, erfasst ihn eine Blockade. Br├╝nnhilde rechnet ab mit den G├Âttern und gibt den Ring den Rheint├Âchtern zur├╝ck.
    Ihre letzten Gedanken sind bei Siegfried.

    Fotos: ┬ę Monika Rittershaus