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Staatsoper Hamburg

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Richard Strauss

Ariadne auf Naxos

Letzte Aufführung
DI, 29.01.2013 19:30 Uhr

    Staatsoper Hamburg

    Handlung des Vorspiels
    Ein reicher Mäzen will anlässlich eines Festes seinen Gästen ein exquisites Kunst­ereig­nis bieten. Aufgeführt werden soll die heroische Oper »Ariadne auf Naxos«, die ein junger Kom­ponist eigens für diesen Anlass geschrieben hat. Um dem Publikum gleichzeitig auch etwas Hei­teres zu bieten, wurde zusätzlich eine Ko­mö­dian­tentruppe eingeladen, die als Nach­spiel zur Oper die Tanzmaskerade »Zerbinetta und ihre vier Liebhaber« zum Bes­ten geben soll. Der Musiklehrer protestiert vergeblich dagegen, dass nach dem seriösen Werk seines Schülers die Aufführung einer musikalischen Komödie vorgesehen ist. Die turbulente Situation eskaliert endgültig, als der Haushofmeister des Mäzens den Sängern der Operntruppe und den Ko­mö­dianten mitteilt, der Auftraggeber habe nun die gleichzeitige Aufführung beider Werke angeordnet. Der Tanzmeister und Zerbinetta wittern da­durch die Ge­­legenheit, mit ihren Improvisa­tio­nen die Oper zu überflügeln. Und der durch die Ereignisse völlig überforderte Komponist stellt sich die Frage, ob er sein Werk in so zerstückelter Art und Weise überhaupt noch zur Aufführung bringen will. Dem Musiklehrer gelingt es, ihn umzustimmen, zumal sein Schüler das Honorar dringend benötigt. Zerbinetta geht intensiv auf den verwirrten Kom­­po­nis­ten ein und bringt ihn dazu, »alles mit anderen Augen zu sehen«. Von der Nähe Zerbinettas berührt, wird dem Komponisten klar, dass ihm die Entscheidung über die Form der Aufführung seiner Oper längst abgenommen ist. Für Einwände ist es zu spät - die Vorstellung der Oper beginnt.


    Handlung der Oper
    Die Bühne stellt eine öde Insel dar. Die von Theseus verlassene Ariadne beklagt ihr sinnlos gewordenes Dasein und gibt sich dem Schmerz hin. Sie glaubt, allein der Tod kann ihr Er­lösung bringen. Die Nymphen Najade, Dryade und Echo, die sich ins Geschehen einmischen, können sie nicht trösten. Auch das heitere Lied der Komödianten Zer­bi­netta, Harlekin, Scaramuccio, Truffaldin und Brighella vermag nicht Ariadnes Schmerz zu lindern.
    Zerbinetta unternimmt den Versuch, sich bei Ariadne einzuschmeicheln und der Trauern­den ihre eige­nen Ansichten von Liebe und Treue nahe zu bringen. Sie rät, es nicht bei einem einzigen Mann zu belassen, sondern im Wechsel der Liebhaber das Lebensglück zu suchen.
    Befremdet zieht sich Ariadne in ihre Ein­samkeit zurück. Die Nymphen melden die bevorstehende An­kunft des Bacchus. Er ist der Zauberin Circe nur knapp entkommen, bei der er nicht finden konnte, was er suchte. Ariadne glaubt, in Bacchus den sie erlösenden Todes­boten Hermes zu erkennen. Sie irrt sich.
    Er wird sie nicht in den Hades, ins Totenreich geleiten, sondern durch seine Liebe in den Himmel göttlicher Verwandlung. Hat sich damit Zerbinettas Auffassung vom wechselvollen Wesen der Liebe bestätigt?