Zur mobilen Website wechseln
Staatsoper Hamburg

Staatsoper Hamburg Keyvisual


 
Giuseppe Verdi

Falstaff

Letzte Aufführung
SO, 4.11.2012 15:00 Uhr


1. Akt
Erstes Bild: Gelassen reagiert Falstaff auf die Klage von Dr. Cajus, er habe ihm »Haus und Hof« geschändet. Seine Diener und Kumpane Bardolfo und Pistola tadelt er wegen ihrer stümperhaften nächtlichen Stehlerei bei Cajus. Verstand und Witz seien notwendig! Er selber habe zwei reizenden wie reichen Bürgerfrauen je einen Liebesbrief geschrieben: Über ihre Herzen hofft er, den Weg zu den Kassen der Ehegatten zu finden. Die Kumpane weigern sich, unter Berufung auf ihre Ehre derartige Briefe zu überbringen. Falstaff weist ihnen die Verlogenheit ihres Ehrbegriffs nach und jagt sie davon.
Zweites Bild: Alice Ford und Meg Page entdecken belustigt, dass sie gleich lautende Briefe erhalten haben. Empört wollen sie, unterstützt von Alices Tochter Nannetta und Mrs. Quickly, Falstaff einen Denkzettel verpassen. Bardolfo und Pistola unterrichten Mr. Ford von Falstaffs Vorhaben.

2. Akt
Erstes Bild: Mit geheuchelter Reue kehren Bardolfo und Pistola in Falstaffs Dienst zurück. Mrs. Quickly bringt Botschaft der beiden Frauen und bestellt Falstaff zum Stelldichein mit Alice Ford. Ford erscheint als Signor Fontana und ködert Falstaff mit Wein und Geld, Alice zu verführen. Dann dürfe sie sich auch seiner, Fontanas, Werbung nicht länger verschließen. Als er aber hören muss, dass Falstaff bereits ein Rendezvous mit Alice für den Nachmittag vereinbart hat, verliert er fast den Verstand.
Zweites Bild: Die Frauen bereiten Falstaffs Besuch vor. Nanetta erhält den Beistand ihrer Mutter: Sie liebt Fenton, soll aber nach Wunsch des Vaters Dr. Cajus heiraten. Alice empfängt Falstaff. Wie verabredet stören Quickly und Meg mit der Nachricht, der eifersüchtige Gatte nahe. Da kommt Ford wirklich. Trotzdem gelingt es den Frauen, Falstaff wie geplant in einem Wäschekorb zu verstecken, aus dem sie ihn dann in den Kanal kippen.

3. Akt.
Erstes Bild: Durchnässt, frierend und ohne Geld sinniert Falstaff über die Schlechtigkeit der Welt. Glühwein und eine Botschaft versöhnen: Alice bittet ihn um Mitternacht in den Park. Dort soll Falstaff von der gesamten Bürgerschaft mit einem »Spuk« genarrt werden. Dieses Verkleidungsspiel will Ford für Nannettas Vermählung mit Cajus nutzen.
Zweites Bild: Die Frauen treffen letzte Vorbereitungen für das mitternächtliche Treiben. Nur kurz ist Falstaffs Freude, mit Alice allein zu sein, denn der »Spuk« beginnt. Die Bürger halten Gericht über Falstaff, doch plötzlich erkennt er in einem »Geist« seinen Diener Bardolfo und gewinnt sofort sein Selbstbewusstsein zurück: »Alle Sorten von Dutzend Leuten verlachen mich und sind stolz darauf; aber ohne mich hätten sie bei all ihrer Aufgeblasenheit nicht ein Körnchen Salz in der Suppe. Ich bin es, der euren Witz schärft. Mein Scharfsinn bringt den Scharfsinn der anderen hervor.« Fords Pläne mit seiner Tochter Nannetta misslingen, stattdessen stiften die Frauen eine glückliche Ehe. Falstaff beendet das Spektakel mit einer Fuge über das Thema »Die ganze Welt ist ein Witz«.

Szene aus "Falstaff"