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Staatsoper Hamburg

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Wolfgang Amadeus Mozart

Die Zauberflöte

Letzte Aufführung
DI, 1.01.2013 18:00 Uhr


ERSTER AKT

Auf der Flucht vor einer Schlange sinkt der Prinz Tamino bewusstlos zu Boden. Drei Damen, Dienerinnen der Königin der Nacht, retten ihn, indem sie die Schlange töten. Nach kurzem Streit darüber, welche von ihnen ein Recht auf den Prinzen habe, gehen sie davon, um ihrer Herrin Bericht zu erstatten. Als Tamino zu sich kommt, sieht er Papageno, der für die Königin der Nacht Vögel fängt und behauptet, die Schlange getötet zu haben. Als kurz darauf die drei Damen wieder erscheinen, bestrafen sie Papageno und hängen ihm ein Schloss vor den Mund. Sie klären Tamino über den wahren Hergang des Geschehenen auf und überreichen ihm ein Bild von Pamina, der Tochter der Königin. Diese ist in der Gewalt des tyrannischen Sarastro. Tamino verliebt sich sogleich in das Bild und gelobt, Pamina zu befreien. Die Königin der Nacht erscheint und verspricht Tamino die Hand ihrer Tochter, wenn Tamino sie befreie. Unter der Bedingung, nie mehr zu lügen, wird Papageno das Schloss wieder abgenommen und er muss Tamino zu Sarastro begleiten. Drei Knaben sollen sie begleiten, Papageno erhält außerdem ein silbernes Glockenspiel und Tamino eine Zauberflöte.
Im Palast Sarastros verhindert der Sklavenaufseher Monostatos die Flucht Paminas und bedrängt diese. Papageno fasst sich ein Herz und geht zu Pamina. Er erzählt ihr von Tamino, der sie liebe und befreien wolle und davon, dass auch er sich eine Gefährtin wünscht. Gemeinsam stimmen sie ein Loblied auf die Liebe an.
Unterdessen wird Tamino von den drei Knaben in den Tempelbezirk Sarastros gebracht. Als er einen der Tempel betreten will, um Sarastro zu fordern, wird er aus dem Innern des Tempels zurückgewiesen. Der Sprecher tritt hervor und erklärt Tamino, dass die Vorwürfe gegen Sarastro ungerechtfertigt seien. Pamina gehe es gut. Solchermaßen besänftigt, beginnt Tamino, auf seiner Flöte zu spielen. Da vernimmt er Papagenos Pfeife und folgt ihr. Monostatos hat mittlerweile einen gemeinsamen Fluchtversuch Paminas und Papagenos verhindert. Er befiehlt den Sklaven, die beiden zu fesseln, doch Papageno verzaubert die Sklaven mit seinem Glockenspiel. Als auch Sarastro erscheint, erklärt ihm Pamina ihren Fluchtversuch mit dem Heimweh nach ihrer Mutter und Monostatos' Zudringlichkeit. Sarastro vergibt ihr zwar, lässt sie aber nicht frei. Monostatos hat inzwischen Tamino gefangengenommen. Pamina und Tamino fallen einander in die Arme, worauf der erboste Sklavenaufseher ihre Bestrafung verlangt. Doch Sarastro verurteilt stattdessen Monostatos zu 77 Hieben und gibt Anweisung, Papageno und Tamino zur Läuterung in den Prüfungstempel zu bringen. Die Versammlung stimmt ein Lob auf Sarastro an.

ZWEITER AKT

Sarastro teilt dem Priesterrat mit, dass Tamino zu den Auserwählten gehören werde, sofern er die Prüfungen bestehe, und dass Pamina ihm zur Gattin bestimmt sei. Der Priesterrat bittet die Götter um Beistand für Tamino, Pamina und Papageno. Nachts werden Tamino und Papageno von Priestern in den Tempelvorhof gebracht, wo sie ihre erste Prüfung schweigend hinter sich bringen müssen. Kurz darauf erscheinen die drei Damen und wollen sie zum Sprechen bringen. Bevor sie ihr Ziel erreicht haben, werden sie jedoch von Donnerschlägen vertrieben. Monostatos belauscht in der Zwischenzeit ein Gespräch der Königin der Nacht mit ihrer Tochter. Die Königin überreicht Pamina einen Dolch, mit dem sie Sarastro töten soll. Sie hofft, auf diese Weise wieder in den Besitz des Sonnenkreises zu gelangen, den ihr Gatte Sarastro vor seinem Tod vermacht hatte. Als Pamina sich widersetzt, verflucht die Königin ihrer Tochter und verschwindet. Monostatos tritt hinzu und erklärt Pamina, er sei bereit, zu schweigen, wenn sie ihm zu Willen sei. Pamina weigert sich. Monostatos entreißt ihr den Dolch und will sie angreifen, wird jedoch von Sarastro daran gehindert. Sarastro verstößt ihn und erklärt danach Pamina, die für ihre Mutter um Gnade bittet, er kenne keine Rache. Mittlerweile werden Tamino und Papageno von neuem geprüft, ob sie schweigen können. Zu dem durstigen Papageno kommt ein altes Weib, das ihm ein Glas Wasser reicht. Sie erzählt ihm von ihrem Liebhaber, der Papageno heiße, doch bevor sie ihren Namen verraten kann, verschwindet auch sie unter Donner. Die drei Knaben bringen den Prüflingen zu essen und geben ihnen ihre Instrumente zurück. Pamina hört Taminos Flötenspiel und kommt herzu, doch als dieser nicht mit ihr spricht, glaubt sie sich verstoßen und will sich das Leben nehmen. Sarastro erklärt Tamino und Papageno, sie hätten noch zwei Prüfungen zu bestehen. Pamina will Tamino davor warnen, doch Sarastro sagt ihr ein gutes Ende der Prüfungen voraus. Tamino begibt sich in die Obhut der Götter, während Papageno in den unterirdischen Gewölben einen Ausgang sucht. Er ist erleichtert, zu erfahren, dass er nicht wie Tamino für den Kreis der Auserwählten vorgesehen ist und wünscht sich erneut eine Gefährtin. Das alte Weib erscheint erneut und bedroht ihn. Um sich zu retten, verspricht ihr Papageno die Ehe. Darauf verwandelt das alte Weib sich in Papagena. Bevor er sie aber umarmen kann, wird sie von einem Priester fortgeführt. Die drei Knaben hindern Pamina daran, sich mit dem Dolch ihrer Mutter zu töten und bringen sie zu Tamino, mit dem sie gemeinsam die letzte Prüfung besteht. Weil er Papagena nicht mehr finden kann, will Papageno sich erhängen. Aber die drei Knaben erinnern ihn an sein Glockenspiel, und als er es spielt, kommt Papagena zu ihm. Glücklich wünschen sie sich viele Kinder. Die Königin der Nacht versucht, mit Hilfe Monostatos' in den Tempelbezirk einzudringen, doch Sarastro vereitelt dies, indem er sie in die ewige Nacht verbannt. Die Priester bejubeln die Aufnahme Taminos und Paminas in den Kreis der Auserwählten.

© Hamburgische Staatsoper

Fotos: © Bernd Uhlig