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Staatsoper Hamburg

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Gaetano Donizetti

L'Elisir d'Amore

Letzte Aufführung
DO, 30.05.2013 19:30 Uhr


ERSTER AKT

Nemorino, ein armer Bauer, liebt die reiche, junge und belesene Pächterin Adina. Naiv und schüchtern, vermag er sich ihr aber nicht richtig zu erklären. Sie ist zu stolz, ihrerseits den ersten Schritt zu tun. Adina liest die Geschichte von Tristan und Isolde vor. Sie amüsiert sich darüber: Tristan gewann einst mit einem Liebestrank Isoldes Herz. Der Sergeant Belcore quartiert sich mit seinem Trupp Soldaten im Dorf ein und macht Adina sogleich den Hof. Sie wünscht sich, dass Nemorino en wenig von dem Draufgängertum und Selbstbewusstsein Belcores besitzen möge. Der Sergeant scheint Erfolg zu haben. Nemorino ist verzweifelt. Doktor Dulcamara hält Einzug ins Dorf. Er stellt sich als ein in ganz Europa gefeierter Wunderdoktor vor und preist seine alle erdenklichen Leiden und Kümmernisse heilenden Wundermittel an. Die Landleute kaufen eifrig. Nemorino sieht seine Chance gekommen: Er fragt Dulcamara nach dem Liebestrank des Tristan. Der pfiffige Scharlatan verkauft Nemorino gegen dessen gesamte Barschaft eine ganz gewöhnliche Flasche Bordeauxwein als Wundertrank. Dieser wird seine volle Wirkung allerdings erst nach 24 Stunden entfalten; dann, wenn Dulcamara längst abgereist ist. Überglücklich leert Nemorino die Flasche und heuchelt (von der Wunderkraft des Elixiers endgültig überzeugt) Adina gegenüber Gleichgültigkeit. Adina ärgert sich über Nemorinos Verhalten. Um sich zu rächen, gibt sie Belcore (nur zum Schein) das Ja-Wort. Da für den Sergeanten ein Marschbefehl eintrifft, soll die Hochzeit noch an diesem Tag sein. Nemorino fleht Adina an, wenigstens bis zum nächsten Tag zu warten. Er erntet nur Spott.

ZWEITER AKT

Die bevorstehende Hochzeit wird gefeiert. Adina und Dulcamara spielen eine Stehgreifkomödie vor. Ein Notar kommt, Adina will den Ehevertrag aber erst am Abend unterschreiben. Nemorino bittet Dulcamara um eine zweite Flasche des Wunderelixiers, besitzt aber kein Geld mehr, um sie zu bezahlen. Er lässt sich von Belcore als Soldat anwerben. Für das Handgeld ersteht er den Trank. Diesmal scheint der Trank seine Wirkung nicht zu verfehlen: Nemorino wird plötzlich von vielen Mädchen umschwärmt. Den waren Grund dafür kennt er nicht: Sein Onkel hat ihm ein großes Vermögen hinterlassen. Eifersüchtig beobachtet Adina Nemorino mit den Mädchen. Sie erfährt, von Dulcamara, dass er sich aus Liebe zu ihr als Soldat verkauft hat. Adina ist über ihr Spiel mit Nemorino beschämt. Dulcamara bietet auch ihr den Wundertrank an, doch sie fällt nicht darauf herein. Sie will Nemorino mit »ihren Augen und mit Lächeln« zurückgewinnen. Nemorino bemerkt Adinas Stimmungswechsel. Adina hat den Anwerbungskontrakt von Belcore zurückgekauft. Sie gesteht Nemorino ihre Liebe. Belcore findet sich schnell mit der neuen Situation ab: Ein Soldat braucht nicht lange zu suchen, für ihn gibt es genug Mädchen. Dulcamara brüstet sich, Nemorino zu seinem Liebesglück verholfen zu haben. Die Landleute lassen ihn hochleben und drängen sich danach, diesen Trank ebenfalls zu kaufen.

© Hamburgische Staatsoper