»Wenn eine verzehrend intensive Persönlichkeit auf Gleichgültigkeit und Desinteresse trifft, nährt das nur die innere Passion. Und das passiert in allen dreien dieser Opern.«
Matthew Jocelyn (Regisseur)
Erwartung
Wieder und wieder durchlebt eine Frau in traumatischen Stationen den Mord an ihrem Geliebten. Es stellt sich heraus, dass sie seine Mörderin war.
Le Bal
Paris 1928: Rosine und Alfred Kampf, durch geglückte Finanzgeschäfte zu Geld gekommen, beschließen ihre Vergangenheit neu zu erfinden und sich in der Pariser Gesellschaft zu etablieren. Daher laden sie die (einfluss-)reiche Hautevolee zu einem Ball ein. Ihre Tochter Antoinette muss 200 Briefumschläge mit Einladungen schreiben. Sie selbst dagegen darf nicht auf den Ball. Dafür sei noch zu jung, befindet die Mutter, die sie insgeheim als Konkurrentin fürchtet.
Die Einladung für die Klavierlehrerin Mademoiselle Isabelle überbringt Antoinette persönlich. Von ihrem irischen Kindermädchen Betty, die gerade heftig mit dem Diener Georges flirtet, werden ihr die restlichen 199 Einladungen in die Hand gedrückt. Statt sie wie aufgetragen zur Post zu bringen, wirft Antoinette die Briefe in die Seine.
In der Ballnacht ist alles bereitet: das Eis bestellt, der Champagner gekühlt und die Musiker engagiert. Monsieur und Madame Kampf warten auf ihre Gäste. Doch nur Mademoiselle Isabelle kommt. Rosines Zusammenbruch quittiert der genervte Ehemann mit Türenknallen. Und Antoinette ist erwachsen geworden.
Das Gehege
Ein Gehege umzäunt eine Adlerskulptur. In ihr haust der Künstler. Eine Frau dringt in das Gehege ein. Sie versucht seine Aufmerksamkeit zu gewinnen und provoziert ihn. Darauf antwortet er zuerst mit Gleichgültigkeit, dann mit Gewalt. Sie tötet ihn in einem Befreiungsschlag und verlässt das Gehege.