Staatsoper Hamburg

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Simone Young in der Dresdner Frauenkirche



Ihre imposante Architektur macht sie zu einem Wahrzeichen der Sachsen-Metropole: die Dresdner Frauenkirche! Nach ihrer Zerstörung im 2. Weltkrieg ist sie – wie Phönix aus der Asche – wiedererstanden, um zu Frieden und Völkerverständigung zu mahnen. Dabei spielt die Musik eine wesentliche Rolle! Erleben Sie hier, in einer der bedeutendsten Kunst- und Kulturstädte weltweit, Benjamin Brittens großartig-erschütterndes „War Requiem“ – mit der Hamburgischen Generalmusikdirektorin Simone Young am Pult.

1. Tag, Do: Willkommen in „Elbflorenz“
Um 8.28 Uhr starten wir vom Hamburger Hauptbahnhof mit dem EC – dem einzigen Direktzug an diesem Morgen – nach Dresden, wo wir um 12.52 Uhr eintreffen werden. Ein Bus bringt uns zum Hotel. Gleich mittenrein in die City: Auf unserem ersten Spaziergang durch die Kunst- und Musikstadt am Oberlauf der Elbe schauen wir in den Zwinger – eine Art gebautes Bühnenbild des Barock. Von der Brühlschen Terrasse, dem „Balkon Europas“, blicken wir über den Fluss bis zum Goldenen Reiter. Und beim gemeinsamen Dinner auf dem Dach des sächsischen Landtags plaudern wir darüber, warum Dresden den UNESCO-Weltkulturerbe-Titel unlängst wieder verloren hat. Drei Übernachtungen.

2. Tag, Fr: Moritzburg und Meißen
Nur wenige Kilometer von Dresden entfernt liegt das Jagdschloss Moritzburg. Einer der besten Kenner der sächsischen Geschichte erläutert uns die edlen Gemächer. Dann erreichen wir Meißen, wo wir durch die historische Altstadt zu Füßen des Burgbergs streifen. Oben ein Highlight: der gotische Dom, durch den wir geführt werden. Spannend zu erfahren, wie die Stadt im 18. Jahrhundert zum Zentrum der Porzellankunst wurde! Im Meißner Triebischtal lernen wir die Kostbarkeiten kennen, die dort in der ältesten europäischen Manufaktur heute noch gefertigt werden. Zurück in Dresden nehmen wir an einer Abendandacht mit anschließender Besichtigung der rekonstruierten Frauenkirche teil.

3. Tag, Sa: Lustschloss und Komponierhäuschen
Glorioser Tagesbeginn: eine Führung durch die Semperoper. Anschließend besteigen wir den Dampfer zu einer Fahrt nach Pillnitz. An den Elbschlössern vorbei und unterm Blauen Wunder hindurch gelangen wir zum Pillnitzer Lustschloss, in dem einst August der Starke und seine legendäre Mätresse, die Gräfin Cosel, turtelten. Im Wasserpalais genannten Schlossflügel sehen wir die Throne der zwei bekanntesten sächsischen Herrscher, ehe wir durch die herrliche Parkanlage schlendern. Unweit des Schlosses liegt das Carl-Maria-von-Weber-Museum, ein typisches Winzerhaus, in dem u. a. „Der Freischütz“ entstand. Im ehemaligen Arbeitszimmer sehen wir Notenhandschriften und Textdokumente des berühmten Komponisten und sächsischen Hofkapellmeisters. Abends erleben wir in der Frauenkirche mit der Dresdner Philharmonie unter Leitung von Simone Young Brittens „War Requiem“.

4. Tag, So: Begegnung zum Abschied
Simone Young nimmt sich Zeit, mit uns zu frühstücken, über das Konzert am Vorabend sowie über ihre Erfahrungen als international gefragte Dirigentin und Opernintendantin zu sprechen. Um 11.04 Uhr verlässt unser EC „Elbflorenz“. Um 15.27 Uhr treffen wir wieder in Hamburg ein.

“War Requiem” von Benjamin Britten
am 22.10. um 20.00 Uhr in der Dresdner Frauenkirche
Simone Young; Miriam Gordon-Stewart, Bo Skovhus; Philharmonischer Kinderchor Dresden, Philharmonischer Chor Brünn, Dresdner Philharmonie

Ihr Reiseleiter Richard Eckstein gibt Ihnen eine Einführung zu Komponist, Werk und Interpreten.

Klingendes Plädoyer für den Weltfrieden
Versöhnen, Wunden heilen, zum Frieden mahnen – dafür steht als steinernes Architekturwunder wie als Gotteshaus die aus einem Schuttberg neu errichtete Frauenkirche in Dresden. Auf ihrem Hauptaltar steht ein Nagelkreuz aus der von deutschen Bombern im Zweiten Weltkrieg zerstörten Kathedrale von Coventry. Zu deren feierlicher Wiedereinweihung schrieb „Orpheus britannicus“ Benjamin Britten (1913-1976) das „War Requiem“, das als sein Hauptwerk gilt. Die Solisten der Uraufführung im Jahr 1962 spiegelten vier der am Krieg beteiligten Nationen wider. Mit der Wahl seiner Sänger beabsichtigte der Komponist, seinem Wunsch nach Versöhnung der vorher verfeindeten Völker Ausdruck zu verleihen. Das Oratorium verbindet den Text der lateinischen Totenmesse mit englischsprachigen Gedichten des bereits im Ersten Weltkrieg gefallenen Dichters Wilfred Owen. Trotz der großen Besetzung ist das – selten zu hörende! –„War Requiem“ ein in weiten Teilen feinfühlig-sensibles, jedenfalls außergewöhnlich berührendes Stück.

Kultur rundum
Richard Eckstein versteht es in besonderer Weise, seine Begeisterung für Kunst und Kultur mit anderen zu teilen. Heute als Reiseleiter und Produktmanager für Studiosus, Kulturjournalist und Dozent tätig, studierte er an der Universität München Musikwissenschaft, Theaterwissenschaft, Neuere Deutsche Literatur, Kunstgeschichte und Philosophie sowie Dramaturgie an der Bayerischen Theaterakademie. Für BR Klassik hat er zahlreiche Sendungen produziert und moderiert. Als Autor und Rezensent ist er für mehrere Kultur- und Klassik-Magazine sowie Online-Portale tätig. Er verfasst Werktexte und Interviews für CD- bzw. DVD-Booklets nationaler wie internationaler Plattenfirmen. Zudem leitet er öffentliche Künstlergespräche mit prominenten Dirigenten, Sängern, Regisseuren und Intendanten.

4 Reisetage/Bahn ST-18C9
20.10.–23.10.2011 Donnerstag–Sonntag

Höchstteilnehmerzahl: 29
Mindestteilnehmerzahl: 12 (s. Reisebedingungen)

Im Reisepreis enthalten
  • Bahnreise von Hamburg nach Dresden und zurück in der 2. Klasse
  • Transfers und Ausflug in bequemen Reisebussen mit Klimaanlage
  • Schifffahrt laut Programm
  • 3 Übernachtungen mit Frühstücksbuffet im Hotel Maritim
  • Doppelzimmer mit Bad oder Dusche und WC
  • Ein Abendessen
  • Konzertkarte (I. Kat., ca. 74 €)
  • Speziell qualifizierte Reiseleitung durch Diplom-Dramaturg Richard Eckstein

Und außerdem: Eintrittsgelder, Trinkgelder im Hotel, Rücktritts- und Reiseabbruchversicherung (ca. 25 €), Reiseliteratur (ca. 15 €).

Reisepreis ab 830 €
Einzelzimmerzuschlag 125 €

Maritim Hotel****
Direkt am Elbufer, nahe der Semperoper, liegt das neue First-Class-Hotel. Die Altstadt erreichen Sie in wenigen Gehminuten. Das Hotel entstand durch den Umbau eines unter Denkmalschutz stehenden Erlweinspeichers. Daher strahlt das Haus eine besondere Atmosphäre aus. Restaurant und Bar laden zum Verweilen ein. Entspannen können Sie im großzügigen Wellnessbereich mit Pool, Sauna (inklusive) sowie Massage, Kosmetik und Solarium (gegen Gebühr). Die 328 modern eingerichteten Zimmer verfügen über Klimaanlage, Sat.-TV, Internetzugang, Minibar, Safe und Föhn.