Staatsoper Hamburg

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»Opera piccola«

Oper für Kinder. Oper mit Kindern.
Peter Maxwell Davies

Cinderella

Das zweite Projekt der Kinderopernreihe
Ab 8 Jahren
Mit der Kinderoper »Cinderella« wurde im Februar 2003 die zweite Produktion der Kinderopernreihe »Opera piccola« realisiert. Wie Hans Werner Henzes Märchenoper »Pollicino«, das erste Projekt der Reihe, ist »Cinderella« wieder eine Koproduktion der Hamburgischen Staatsoper mit Kampnagel Hamburg. Die Produktion wird von der Mercedes-Benz Niederlassung Hamburg unterstützt. »Kinder machen Oper für Kinder« - das ist nach wie vor das Konzept dieser Reihe«, erläutert Opernintendant Louwrens Langevoort, Initiator von »Opera piccola«. »Der große Erfolg im letzten Jahr hat uns gezeigt, dass es einen Bedarf an solchen Projekten gibt und uns noch einmal ganz deutlich gemacht, wie wichtig diese Arbeit mit Kindern ist. Die Kinder in den Proben mit der musikalischen Arbeit vertraut zu machen und ihnen auf diese Weise einen Zugang zur Musik zu eröffnen, ist allein schon eine schöne Sache. Dass dann noch alle Vorstellungen von »Pollicino« in der letzten Spielzeit ausverkauft waren und das Publikum begeistert reagierte, bestärkt uns natürlich auf unserem Weg, Oper für ein junges Publikum zu machen«. Hatte im Rahmen der Koproduktion 2001 bei »Pollicino« die Staatsoper für das Inszenierungskonzept verantwortlich gezeichnet, war nun Kampnagel Hamburg an der Reihe. Der kroatische Regisseur Branko Brezovec, der auch als Dramaturg auf Kampnagel arbeitet, setzte »Cinderella« in Szene. Als Ausstatter konnten der renommierte kroatische Bühnenbildner Tihomar Milovac sowie der Avantgarde-Künstler Andrey Bartenev, eine Kultfigur der russischen Kunstszene, gewonnen werden: ihre experimentellen und phantasievollen Entwürfe sind ein Highlight der Produktion.

Für seine Kinderoper hat Peter Maxwell Davies das Märchen der Gebrüder Grimm an die Gegenwart angepasst – die Darsteller merkten schnell, dass ein paar Dinge nicht so sind wie in der eigentlichen Geschichte: Es gab einen Fernseher, auf dem MTV lief, die Darsteller haben Turnschuhe getragen und die Kostüme waren sehr ausgefallen. Und auch die Titelfigur in diesem Stück entsprach in dieser Oper so gar nicht dem Prototyp des Aschenputtels: Cinderella ist hier ein Au-pair-Mädchen, und statt der guten Fee gibt es eine zaubernde Katze. Und zum Glück ist da noch der Pizzaboy...

Doch was wäre eine Opernaufführung ohne Orchester? Wie im ersten Jahr, kamen auch bei »Cinderella« wieder Nachwuchsmusiker zum Einsatz, denn das Orchester setzte sich aus Schülerinnen und Schülern aus Hamburger Schulen zusammen. Cornelius Meister übernahm wieder die musikalische Leitung, nachdem er mit großem Erfolg auch bei »Pollicino« am Pult stand.
Gefördert von Mercedes-Benz, Hamburg.