Staatsoper Hamburg

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»Opera piccola«

Oper für Kinder. Oper mit Kindern.
Detlev Glanert

Die drei Rätsel

Wie der Komponist Detlev Glanert das Märchen erzählt...
Ein etwas verkommener, aber aufgeweckter Junge namens Lasso hat nichts als Unsinn im Kopf; er verspottet mit seinen Freunden die Leute und schafft es alle gegen sich aufzu-bringen, weil er sie mit Wahrheiten ärgert. Die wütende Mutter kommt dazu und will ihn aus dem Haus werfen. Sie hört von seinem Entschluss, in ein geheimnisvolles Königreich zu gehen, um einer Prinzessin drei Rätselfragen zu stellen, die diese nicht beantworten kann, um somit König zu werden. Die Mutter beschließt deshalb in ihrem Furor, ihrem Sohn einen vergifteten Kuchen mit auf den Weg zu geben, denn er soll besser durch sie sterben, als an seinem Unsinn zugrunde zu gehen. Fröhlich zieht Lasso in die Welt hinaus.

Auf seinem Weg durch den Wald frisst ein Wildschwein seinen Kuchen auf und stirbt; so bemerkt er den Plan seiner Mutter. Gleich darauf wird er von Räubern an einen Baum gefesselt, die dann das Wildschwein essen; auch sie müssen sterben. Plötzlich fällt aus dem Baum ein Mann, der sich erfolglos erhängen wollte. Lasso bittet ihn, die Stricke zu lösen und die weiteren Abenteuer mit ihm zu bestehen. Sie werden Freunde.

Lasso und sein Freund erreichen das seltsame Königreich, und gleich am Anfang treffen sie auf die zwielichtigen Gestalten zweier Doppelminister und einer düsteren Hofdame. In einer großen Zeremonie lernt Lasso die Prinzessin Scharade und ihren Vater kennen. Er stellt seine drei Rätselfragen - und die Prinzessin kann sie nicht beantworten. Großzügig, aber auch aus wachsender Sympathie, gestattet er ihr, die Hilfe aller ihrer Astrologen und Alchimisten mit in Anspruch zu nehmen.

Trotz aller Bemühungen von Hellsehern, Astrologen und Alchimisten können die Fragen nicht beantwortet werden. Und nochmals gibt Lasso der Prinzessin Scharade eine Chance: beide sollen in einer Kammer in einem Bett eine Nacht verbringen. Schafft er es, sie zum Lachen zu bringen, hat er endgültig gewonnen. Die finsteren Gestalten am Hof, die bisher recht gut von dem etwas verrotteten Staat leben konnten, sehen ihre Felle wegschwimmen. Aber der Hofdame kommt die Idee zu einer teuflischen Intrige...

In der Nacht werden viele Leute in der Kammer versteckt. Dann sind Lasso und Scharade im Bett. Der Junge schafft es allmählich, die Prinzessin freundlicher zu stimmen. Der Wind draußen wächst zum Sturm an, während alle aus ihren Verstecken die beiden beobachten. Tatsächlich gelingt es Lasso die Prinzessin zum Lachen zu bringen. Gleichzeitig holt die böse Hofdame zum entscheidenden Schlag aus: sie holt die Mutter des Jungen, die ihn erbost aus dem Bett zerrt. Ein Kampf entspinnt sich zwischen allen, und auf dem Höhepunkt vernichtet ein Erdbeben das ganze Schloss und Königreich.

Als die Nebel sich lichten, sind Lasso, sein Freund und Scharada ganz allein am Meer. Es leuchtet und lädt ein zu großen Reisen. Sie treffen eine singende Muschel, in die sich der Freund sofort verliebt. Er will bei ihr bleiben, weil er ein Zuhause gefunden hat. Der Junge und die Prinzessin ziehen fröhlich weiter in die Welt.

Musikalische Leitung: Alexander Winterson
Inszenierung: Alexa Zeggaï
Bühnenbild: Heinrich Tröger von Allwörden
Kostüme: Alexa Zeggaï und Heinrich Tröger von Allwörden
Gefördert durch die NORDMETALL-Stiftung und Gruner + Jahr.