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Sonntag 13.01.2013, 18:00 - 21:30 Uhr | Laeiszhalle (Großer Saal)

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Richard Wagner

Rienzi, der Letzte der Tribunen

Musikalische Leitung: Simone Young
Chor: Janko Kastelic

Konzertante Aufführung im Großen Saal der Laieszhalle.

Mit der konzertanten Aufführung von Richard Wagners »Rienzi, der Letzte der Tribunen« in der Laieszhalle startet die Hamburgische Staatsoper in das Jubiläumsjahr 2013. Das monumentale Frühwerk ergänzt die Aufführung der zehn Hauptwerke, die vom 12. Mai bis 2. Juni 2012 in drei Wochen »Wagner-Wahn« gezeigt werden. Am Pult steht Simone Young, die das Werk erstmals dirigiert.
Die Uraufführung von »Rienzi« 1842 an der ein Jahr zuvor fertig gestellten Semperoper in Dresden war trotz der Dauer von sechs Stunden ein überwältigender Erfolg. Wegen seiner Länge und seiner großen Kosten nahmen andere Opernhäuser das Werk allerdings nur zögerlich ins Repertoire - und wenn, dann mit vom Komponisten gebilligten Strichen. Bei der ersten Hamburger Aufführung im März 1844 stand Richard Wagner selbst am Orchesterpult des Stadttheaters und ruhte nicht, bis das vergrößerte Orchester die Fortissimi zu seiner Zufriedenheit hervorbrachte. 1873 kam Richard Wagner noch einmal nach Hamburg, um für sein Festspielhaus in Bayreuth zu werben. Er dirigierte zwei Konzerte im Stadttheater mit Ausschnitten aus »Tristan und Isolde«, »Tannhäuser« und »Lohengrin« und schrieb dem Philharmonischen Orchester ins »Goldene Buch«: »Kommt Zeit, kommt Rath – hoffentlich auch die That.«

Konzertante Aufführung

MEHR
Rom um die Mitte des 14. Jahrhunderts. Der päpstliche Notar Cola Rienzi will dem römischen Volk sein Selbstvertrauen zurückgeben, das in den Kämpfen der untereinander verfeindeten Nobili, der alten Adelsgeschlechter, zerrieben ist. Rienzi hofft, den nach Avignon geflüchteten Papst zur Rückkehr nach Rom bewegen zu können.

1. Akt
EINE STRASSE IN ROM
Paolo Orsini und seine Anhänger entführen Rienzis Schwester Irene. Steffano Colonna, Oberhaupt eines anderen Adelsgeschlechts, tritt ihnen mit seinem Gefolge in den Weg. Colonnas Sohn Adriano, der Irene liebt, befreit sie. Der Streit eskaliert. Vergeblich versucht der päpstliche Legat Raimondo, die Kämpfenden auseinanderzubringen.
Erst Rienzi gelingt es, die Parteien zu trennen und das Volk zu beruhigen. Mit Unbehagen erfährt er, dass ein Colonna seine Schwester befreite. Einst hatte ebenfalls ein Colonna seinen Bruder getötet.
Rienzi mahnt die Bürger zur Ruhe und verspricht ihnen, die Willkürherrschaft des Adels zu brechen, Recht und Frieden wiederherzustellen und Rom zu einer freien Stadt zu machen.
Er erhält die Unterstützung der Kirche und findet in Adriano einen neuen Anhänger. Die Bevölkerung jubelt Rienzi als ihrem Befreier zu und ruft ihn zum Volkstribun aus.

2. Akt
EIN SAAL IM KAPITOL
Boten verkünden den Frieden im ganzen Land. Rienzi zwingt die Nobili, einen Eid auf das neue Gesetz zu leisten und sich seiner Herrschaft als Volkstribun zu unterwerfen.
Colonna und Orsini verbünden sich zu Rienzis Ermordung. Adriano, der von der Verschwörung erfährt, steht nun zwischen der Loyalität gegenüber seinem Vater und der Liebe zu Irene. Er beschließt, Rienzi zu warnen.
Rienzi lässt ein großes Friedensfest veranstalten, empfängt die ausländischen Gesandten und verkündet, berauscht vom Erfolg und seiner Macht, dass die Wahl des deutschen Kaisers künftig nur noch mit Zustimmung Roms erfolgen dürfe.
Das Attentat auf Rienzi misslingt. Das Volk und Rienzis Parteigänger Baroncelli und Cecco del Vecchio fordern die Hinrichtung der Verschwörer. Doch sie werden auf Adrianos und Irenes Bitten von Rienzi begnadigt und noch einmal auf das neue Gesetz vereidigt. Die Nobili fühlen sich tief gedemütigt.

3. Akt
DER GROSSE PLATZ DES ALTEN FORUMS
Die Nobili haben ihr Versprechen nicht gehalten. Sie bewaffnen sich vor den Toren der Stadt, um Rienzi zu stürzen.
Rienzi ruft das Volk zum Kampf gegen die Nobili auf. Adriano kann Rienzi nicht davon abbringen, gegen seinen Vater ins Feld zu ziehen. Die Frauen bitten die Heilige Maria um Schutz für ihre Söhne. Irene hält Adriano davon ab, seinem Vater zu Hilfe zu kommen.
Nach verlustreichen Kämpfen erringt Rienzi den Sieg, der mit einem Dankgottesdienst in der Laterankirche gefeiert werden soll.
Als die Gefallenen in die Stadt gebracht werden, findet Adriano auch seinen Vater unter den Toten und schwört Rache.

4. Akt
STRASSE VOR DER LATERANKIRCHE
Die Stimmung in der Bevölkerung ist umgeschlagen. Bei einer nächtlichen Versammlung der Bürger Roms, an der auch Rienzis Freunde Baroncelli und Cecco del Vecchio teilnehmen, wird der Tribun verdächtigt, die Nobili nur begnadigt zu haben, weil er seine Schwester Irene mit Adriano verheiraten wollte. Die verlustreiche Schlacht sei eine unnötige Folge dieser Taktik gewesen. Man nimmt Anstoß an Rienzis vermessener Machtentfaltung und vermutet, dass die Kirche ihm bereits ihre Hilfe entzogen habe. Adriano schürt Baroncellis und Ceccos Verschwörung gegen Rienzi, die seinen Racheplänen entgegenkommt.
Als Rienzi mit Irene die Laterankirche betreten will, versperren ihm die Verschwörer den Weg. Er kann sie noch einmal für sich gewinnen. Aber als ihn der päpstliche Legat mit dem Bannfluch der Kirche belegt, wenden sich alle von ihm ab. Adriano versucht, Irene zur Flucht zu überreden. Doch sie hält zu ihrem Bruder Rienzi.

5. Akt
HALLE IM KAPITOL
Rienzi betet zu Gott, er möge ihn nicht verlassen und ihn seine Aufgabe vollenden lassen. Irene bekräftigt ihren Schicksalsbund mit dem Bruder.
Adriano drängt Irene noch einmal zur Flucht. Schon hat das Volk die Straßen vor dem Kapitol in Brand gesetzt. Irene bleibt bei Rienzi.

PLATZ VOR DEM KAPITOL
Rienzi und Irene betreten den Balkon des Kapitols. Aber der Tribun kann die aufgebrachte Menge nicht mehr beruhigen. Das Volk bewirft ihn mit Steinen und steckt das Kapitol in Brand. Rienzi verflucht die Römer und beschwört den Untergang der Stadt.
Ein letzter Versuch Adrianos, Irene zu retten, scheitert. Rienzi, Irene und Adriano sterben in den herabstürzenden Trümmern des brennenden Kapitols.








Information:

Ort: Laeiszhalle (Großer Saal), Johannes-Brahms-Platz 20355 Hamburg
Preise: 5,- bis 119,- EUR


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