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Freitag 31.05.2013, 17:00 - 22:15 Uhr | Großes Haus

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Richard Wagner

Siegfried

Einführung um 16.20 Uhr im Foyer 4. Rang

»Siegfried« ist der dritte Teil des »Ring des Nibelungen«. In Wotans Weltenmodell wird jetzt Siegfried zur Spielfigur. »Der hehrste Held« schmiedet das Schwert, tötet den Drachen und erweckt Brünnhilde - doch seine eigentliche Bestimmung kennt er nicht. Das Erfolgsduo Claus Guth und Christian Schmidt setzte »Siegfried« in Szene.

INSZENIERUNG: Claus Guth
BÜHNENBILD UND KOSTÜME: Christian Schmidt
LICHT: Michael Bauer


Unterstützt durch die Stiftung zur Förderung der Hamburgischen Staaatsoper
Unterstützt durch die Stiftung zur Förderung der Hamburgischen Staaatsoper

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ERSTER AUFZUG
Mime wird von Albträumen verfolgt. Seine Schmiedekunst reicht nicht aus, das im Kampf Siegmund gegen Hunding an Wotans Speer zerbrochene Schwert Nothung neu zu schmieden. Nur mit diesem Schwert kann der Drache Fafner, der sich den Ring und den Hort des Nibelungen angeeignet hat, besiegt werden. Siegfried, der Sohn Siegmunds und Sieglindes, soll diese Tat begehen und für Mime den Ring und damit die Herrschaft über die Welt erobern. Deshalb zog Mime den Jungen auf, ließ ihn abgeschottet von der Außenwelt heranwachsen und duldet seine rüden Späße, mit denen der junge Kraftprotz den alten Mann drangsaliert. Siegfried weiß nichts von seiner Herkunft, aber er fühlt instinktiv, dass er mit Mime nicht verwandt sein kann. Er bedrängt Mime solange, bis er von ihm erfährt, wer seine Eltern waren, dass seine Mutter Sieglinde nach seiner Geburt starb und ihm als Erbe die Schwertstücke Nothungs hinterlassen hat. Siegfried verlangt, dass Mime das Schwert neu schmieden soll, und lässt ihn mit dieser unlösbaren Aufgabe allein zurück. Ein Wanderer sucht Mime heim und zwingt ihm eine Wissenswette auf. Drei Fragen soll er ihm stellen und drei Fragen ihm beantworten. Wer fehlt, zahlt mit dem Leben. Mime erkennt Wotan in der Gestalt des Wanderers. Doch er nutzt die Chance nicht, von ihm zu erfahren, wer das Schwert Nothung neu schmieden könnte. Nur wer das Fürchten nicht kennt, wird das Schwert schmieden, bedeutet Wotan Mime, der seinen Kopf bereits verwettet hat. Wotan überlässt Mime dem furchtlosen Helden und stürzt ihn damit in ein Dilemma: Er muss Siegfried das Fürchten lehren, um nicht von ihm getötet zu werden. Doch Siegfried muss solange furchtlos bleiben, bis er das Schwert geschmiedet und Fafner damit getötet hat. Als Siegfried zurückkehrt und Nothung noch immer nicht geschmiedet ist, macht er sich selbst ans Werk. Währenddessen braut Mime einen Gifttrunk, mit dem er Siegfried nach dem Drachenkampf betäuben will, um ihn erschlagen zu können.

ZWEITER AUFZUG
Alberich hat sich vor der Höhle Fafners postiert und lauert auf eine Gelegenheit, wieder in den Besitz des Ringes zu gelangen. Misstrauisch empfängt er Wotan, der beteuert, ganz ohne Absicht gekommen zu sein. Siegfried und Mime seien auf dem Weg hierher, um Fafner zu töten. Da Siegfried nichts von dem Wert des Ringes weiß, wäre es für Mime ein Leichtes, ihn an sich zu bringen. Wotan rät Alberich, Fafner zu warnen, ihm seine Hilfe anzubieten und als Gegenleistung dafür den Ring zu verlangen. Doch der Wurm will seine Ruhe haben. Träge und unbeweglich bleibt Fafner auf seiner Beute hocken, worauf sich Wotan hohnlachend entfernt. Der unheimliche Ort vor der Drachenhöhle und Mimes Gruselvisionen beeindrucken Siegfried nicht. Ihn beschäftigt die Frage nach seiner Herkunft und er hofft, in der Natur eine Antwort zu finden. Bei seinem Versuch, sich mit einem Waldvogel zu verständigen, weckt er Fafner. Es kommt zum Kampf, den Fafner verliert. Tödlich getroffen, versucht er Siegfried vor dem Fluch, der auf dem Ring lastet, zu warnen.
Durch das Blut Fafners vermag Siegfried die Stimme des Waldvogels zu verstehen. Dieser rät ihm, sich mit Ring und Helm zu entfernen, während Alberich und Mime um den Hort streiten. Mime bietet Siegfried seinen Gifttrunk zur Erfrischung an und verrät sich dabei in seiner hinterhältigen Absicht. Siegfried erwehrt sich Mimes und schlägt ihn tot. Der Waldvogel weist ihm den Weg zu der von einem Feuerring eingeschlossenen Brünnhilde.

DRITTER AUFZUG
Wotan sucht noch einmal Erda auf. Er will von ihr keinen Rat mehr, hat er doch selbst bestimmt, was in der Zukunft geschehen soll. Er hat Siegfried und Brünnhilde ausersehen, die Welt von dem Fluch des Ringes zu befreien. Für diesen Plan will er Bestätigung und Bewunderung, die ihm Erda verweigert.
Beim Aufeinandertreffen mit Siegfried muss Wotan erkennen, dass er sich den freien Helden anders vorgestellt hat. Siegfried weiß nichts von Wotan und bringt ihm keinen Respekt entgegen. Als Wotan ihn aufhalten will, zerschlägt Siegfried mit seinem Schwert Nothung dessen Speer und bahnt sich einen freien Weg zu Brünnhilde. Siegfried durchdringt das Feuer und findet eine schlafende Gestalt. Als er in ihr eine Frau erkennt und sie wach küsst, glaubt er zu wissen, was das Fürchten ist. Brünnhilde sieht in Siegfried den Helden, der ihr durch Wotan vorherbestimmt ist und dem sie ihr Wissen vermitteln soll. Doch Siegfried hat dafür keinen Sinn. Er begehrt Brünnhilde als Frau. Beide finden sich in dem trotzigen Willen, sich von allen Fesseln zu befreien.


Information:

Ort: Großes Haus, Dammtorstraße 28, 20354 Hamburg
Preise: 4,- bis 89,- EUR


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