Left
Right

Dienstag 11.12.2012, 19:00 - 22:30 Uhr | Großes Haus

print

Georg Philipp Telemann

Flavius Bertaridus, König der Langobarden

Einführung um 18.20 Uhr im Foyer 4. Rang

Mit »Flavius Bertaridus, König der Langobarden« steht ein Werk aus den Anfängen der Operntradition an der Alster auf dem Spielplan. Zur Zeit der Uraufführung 1729 war Georg Philipp Telemann, der bereits als der bedeutendste deutsche Komponist seiner Zeit galt, Musikdirektor der Oper am Gänsemarkt. »Flavius Bertaridus« ist seine einzige erhaltene Opera seria. Die Titelfigur Flavius Bertaridus kämpft mit seinem Rivalen und Schwager Grimoaldus nicht nur um den Thron des frühmittelalterlichen Langobardenreichs, sondern auch um das Herz seiner Frau Rodelinda. Seit seiner Uraufführung ist das Werk 2011 zum ersten Mal wieder in Hamburg zu sehen.

Koproduktion mit den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik

Inszenierung: Jens-Daniel Herzog
Bühnenbild und Kostüme: Mathis Neidhardt
Licht: Stefan Bolliger

Es singt der Chor der Hamburgischen Staatsoper.

Koproduktion mit den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik

MEHR
"Flavius Bertaridus"

Vorgeschichte:
Der Diktator Grimoaldus hat den rechtmäßigen Herrscher der Langobarden ermordet und dessen Bruder Flavius Bertaridus ins Exil getrieben. Flavius' Frau Rodelinda und ihr gemeinsamer Sohn Cunibert werden seitdem als Geiseln gefangengehalten. Um seine Herrschaft zu festigen, hat Grimoaldus Flavia geheiratet, die Schwester von Flavius Bertaridus. Sie haben einen gemeinsamen Sohn, Regimbert.

1. Akt
Zehn Jahre später. Der Hofstaat feiert den militärischen Sieg von General Orontes und den Hochzeitstag von Grimoaldus und Flavia. Flavia denkt an ihren verschollenen Bruder Flavius und ihre unglückliche Ehe.
Der Diplomat Onulfus übergibt einen Lebenszeichen von Flavius: In einem Brief erklärt er, von seinem Machtanspruch zurückzutreten und bittet um Asyl und Freilassung seiner Frau und seines Sohnes. Auf Flavias Bitten stimmt Grimoaldus scheinbar zu.
Rodelinda und Cunibert ist die Flucht aus dem Gefängnis gelungen. Beide sind von der langen Haft gezeichnet. Sie verkleiden sich und hoffen, Flavius irgendwo zu finden.
Flavius ist bereits heimlich in seine Heimat zurückgekehrt. Auch er hat sich getarnt. Orontes wirbt um Flavias Liebe. Sie nutzt seine Begierde, um ihn als Verbündeten für die Rückkehr des Bruders zu gewinnen.

2. Akt
Flavia ist für kurze Zeit aus dem Palast geflohen und schläft erschöpft ein. Flavius erkennt seine Schwester und hält sie für eine Verräterin, weil sie seinen Feind geheiratet hat. Er will sie töten, beherrscht sich dann aber.
Auch Rodelinda und Cunibert finden die schlafende Flavia - und neben ihr ein Messer, das Rodelinda als das ihres Mannes erkennt. Flavia erwacht und bittet in tiefster Einsamkeit, dass Rodelinda und Cunibert, die zur Tarnung einen falschen Namen angeben, mit ihr als Dienstboten an den Hof zurückkehren.
Flavius trifft auf seine Frau und seinen Sohn. Nach zehn Jahren und in Verkleidung erkennen sie sich jedoch nicht. Um sich zu schützen, berichtet Flavius Rodelinda vom vermeintlichen Tod ihres Mannes. Onulfus offenbart ihm die Flucht Rodelindas und Cuniberts. Das bestätigt Flavius, seine Frau und seinen Sohn vor sich zu haben. Die Familie ist wieder zusammengeführt. Rodelinda und Cunibert sind Flavias Einladung in den Palast gefolgt, um kein Misstrauen zu erregen. Grimoaldus erkennt in Rodelinda nicht seine ehemalige Gefangene und wirft ein Auge auf sie. Flavius macht seinen diplomatischen Antrittsbesuch bei Grimoaldus. Grimoaldus lädt Rodelinda brieflich zu einem nächtlichen Treffen ein. Zum Schein geht sie auf seine Aufforderung ein, um ihn bei dieser Gelegenheit zu töten. Flavius entdeckt den Brief und will sich voller Wut direkt am verabredeten Ort rächen. Auch Orontes will sich dort einfinden, weil er auf ein Treffen mit Flavia hofft.
In der Dunkelheit greift Rodelinda irrtümlich zunächst Flavius, dann Orontes an. Endlich kommt Grimoaldus und lässt Rodelinda gefangennehmen.

3. Akt
Flavius hat Grimoaldus getötet. Gemeinsam mit Cunibert befreit er Rodelinda aus dem Gefängnis. Orontes berichtet Flavia vom Tod ihres Mannes. Da sie ihn immer noch nicht erhört, droht Orontes ihr mit ihrer Entmachtung und behauptet, dass ihr Sohn Regimbert bereits vom aufgebrachten Volk ermordet worden sei. Durch den bislang stummen Regimbert verkündet die Stimme des Lombardischen Schutzgeistes den Frieden. Das Volk jubelt Flavius zu. Flavia glaubt, dass Orontes ihren Sohn umgebracht hat und fordert seinen Tod. Doch Orontes weiß sich mit der neuen Macht zu arrangieren: Flavia muss Orontes heiraten. Die Regierungszeit des Flavius Bertaridus kann beginnen.


Information:

Ort: Großes Haus, Dammtorstraße 28, 20354 Hamburg
Preise: 4,- bis 79,- EUR


Unsere Empfehlungen ..

Orpheus

Freitag 08. Jul 2016
20.00 Uhr

Mehr