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Sonntag 06.01.2013, 19:30 - 22:15 Uhr | Großes Haus

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Ballettlegende von John Neumeier frei nach Ferenc Molnár

Liliom

MUSIK: Michel Legrand
Ein Auftragswerk des HAMBURG BALLETT / der Hamburgischen Staatsoper
CHOREOGRAFIE, KOSTÜME UND LICHT: John Neumeier
BÜHNENBILD: Ferdinand Wögerbauer

In Kooperation mit der NDR Bigband

Unterstützt durch die Stiftung zur Förderung der Hamburgischen Staatsoper

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PROLOG – DIE VERFALLENE KULISSE VON PLAYLAND
Der Mann mit den Luftballons. Nach sechzehn Jahren im Fegefeuer darf Liliom für eine gute Tat kurz auf die Erde zurückkehren. Er bringt einen gestohlenen Stern für seinen Sohn Louis, der seinen Vater nicht erkennt und dessen Geschenk abwehrt. Aus Wut und Frust schlägt ihn Liliom. Julie, die Mutter von Louis, erscheint. Sie spürt – wie ihr Sohn – Lilioms Schlag als Umarmung. Julie erinnert sich an Liliom, den einstigen Ausrufer eines Karussellbetriebes in Playland.

ERSTES BILD – PLAYLAND
Der Jahrmarkt wird von Lilioms Gegenwart dominiert. Er ist bei der Karussellbesitzerin Frau Muskat angestellt und ihr Liebhaber. Die Freundinnen Marie und Julie servieren in einem Café in Playland. Nicht zum ersten Mal besuchen sie das Karussell. Julie wird von einem schüchternen Jüngling umworben. Sie sucht jedoch die Begegnung mit Liliom. Ein betrunkener Matrose stürzt in die Menge. Er belästigt Julie, die von Liliom beschützt wird. Ficsur, ein Mann aus dem Untergrund, steckt dem Matrosen ein Messer zu. Liliom, der als Sieger aus dem Kampf hervorgeht, lässt den Matrosen laufen. Frau Muskat ist auf Julie eifersüchtig.

Auseinandersetzung – Frau Muskat kündigt Liliom.

ZWEITES BILD – EIN EINSAMER PLATZ
Marie und Julie warten in einem Park auf einer Bank. Maries Freund Wolf kommt, später auch Liliom. Julie und Liliom bleiben allein. Sie sind unfähig, sich gegenseitig ihre Liebe zu gestehen.

INTERLUDIUM
Ficsur versucht Liliom für das Drehen krummer Dinger zu gewinnen.

DRITTES BILD – AUF JOBSUCHE
Eine Menge von Jobsuchenden konkurriert um die knappen offenen Stellen, darunter Liliom und Ficsur.

VIERTES BILD – ZUHAUSE
Vorbereitungen zur Hochzeit von Marie und Wolf. Arbeitslos und frustriert tritt Liliom auf.

Julie und Liliom allein. Mit sich unzufrieden und ungehalten schlägt er sie in dem Moment des Auftretens von Frau Muskat. Sie versucht Liliom zu überreden, zu ihr als Karussellausrufer zurückzukehren. Liliom zögert.

Wieder allein will Julie Liliom anvertrauen, dass sie ein Kind erwartet. Endlich begreifend träumt er von einer Zukunft mit seinem Sohn.

FÜNFTES BILD – DIE HOCHZEIT VON MARIE UND WOLF
Die Gäste feiern die Hochzeit von Marie und Wolf. Ficsur und Liliom entfernen sich von der Gesellschaft, während Julie von dem schüchternen Jüngling zum Tanzen aufgefordert wird.

Naiv versuchen Liliom und Ficsur einen Diebstahl durchzuführen. Der Raub geht schief. Liliom will fliehen. Polizisten erscheinen – er erkennt die Aussichtlosigkeit seiner Lage und ersticht sich.

Julie trauert um Liliom. Sie gesteht ihm ihre Liebe.

SECHSTES BILD – IM JENSEITS
Der Mann mit den Luftballons begleitet Liliom auf seiner Überführung ins Jenseits. Liliom tritt vor den Konzipisten, dem er gestehen muss, dass er Julie geschlagen hat. Teufel erscheinen. Der Mann mit den Luftballons erinnert an die Auseinandersetzung mit dem Matrosen. Obwohl Liliom dem Matrosen überlegen ist, sticht er nicht mit dem Messer zu. Daraufhin wird Liliom zunächst nicht verdammt. Während seiner sechzehn Jahre im Fegefeuer wächst sein Sohn auf.

SIEBTES BILD – LOUIS
Der sechzehnjährige Louis allein vor der verfallenen Kulisse von Playland. Inzwischen reich geworden ziehen Marie und Wolf mit ihrem Kind Elmer in eine bessere Gegend. Der Mann mit den Luftballons führt Liliom zu seinen Sohn. Louis erkennt seinen Vater nicht. Liliom will ihm einen Stern schenken, den er im Himmel gestohlen hat. Brüsk wird er von seinem Sohn zurückgewiesen. Fassungslos schlägt ihn Liliom. Julie erscheint, hebt den Stern auf, erinnert sich an Liliom und spürt seine Nähe. Es scheint, als ob Liliom ihr zuflüsterte: »Wisse, dass ich dich liebe.«


Information:

Ort: Großes Haus, Dammtorstraße 28, 20354 Hamburg
Preise: 4,- bis 89,- EUR