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Donnerstag 16.05.2013, 19:30 - 21:45 Uhr | Großes Haus

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Gaetano Donizetti

La Fille du Régiment

INSZENIERUNG: Alexander von Pfeil
BÜHNENBILD: Bernd Damovsky
KOSTÜME: Sharon Rohardt

Von Gaetano Donizettis Oper »La Fille du Régiment« gibt es eine französische und eine italienische Fassung. Die französische - die Simone Young für den Spielplan der Hamburgischen Staatsoper ausgewählt hat; nicht zuletzt in der Absicht, das französische Repertoire zu erweitern - unterscheidet sich durch die gesprochenen Dialoge von den Rezitativen der italienischen Version. Die Oper spielt in Tirol und behandelt den Vormarsch des französischen Heeres unter Napoleon im Jahre 1815. Die Regimentstochter Marie liebt den Gefangenen Tonio, einen Bauern, ist aber angehalten, einen Soldaten aus dem Regiment zu heiraten. Nachdem Marie die Freilassung des der Spionage bezichtigten Tonio erreicht hat, tritt dieser ihrer Liebe wegen in das Regiment ein...

Es singt der Chor der Hamburgischen Staatsoper.

In französischer Sprache mit deutschen Übertexten

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Das 21. französische Regiment zieht 1815, am Ende der Napoleonischen Kriege, durch die Berge Tirols und verbreitet Angst und Schrecken. Im Anwesen der Marquise de Berkenfield sucht man sein Heil im Gebet, denn den Franzosen geht der Ruf voraus, mit den Besiegten nicht eben zimperlich zu verfahren. Doch für dieses Mal scheint die Gefahr an der Marquise vorüber zu ziehen.
In Wirklichkeit geht es im 21. Regiment ganz anders zu. Sein ganzer Stolz ist die Marketenderin Marie, die als Findelkind von den Soldaten aufgezogen wurde und seither mit ihnen durch den Krieg zieht. Dabei hat sie sich vollständig auf das Leben der Soldaten eingestellt.
Etwas aber ist seit ein paar Tagen anders. Als Marie zuletzt allein in den Alpen unterwegs war, glitt sie aus und wäre abgestürzt, wenn sie nicht ein junger Bauer im letzten Moment festgehalten hätte. Die beiden freundeten sich an und trafen sich wiederholt, wobei sie von den Soldaten beobachtet wurden. Über all das wird Marie von Sergeant Sulpice zur Rede gestellt. Denn es gilt als abgemacht, dass Marie nur einen aus dem Regiment heiraten darf. Marie kann Sulpice beruhigen.
Tonio, so heißt der junge Bauer, wird gefangen genommen, als er um das Lager herumschleicht. Die Soldaten halten ihn für einen Spion und wollen ihn nach dem Kriegsrecht aburteilen, doch Marie schreitet ein: »Ihr wollt den töten, der mich rettete?« Da Tonio zudem sein Glas auf Frankreich erhebt, wird er als Freund akzeptiert. Marie und Tonio gestehen sich ihre Liebe zueinander.
Die Marquise de Berkenfield sucht Sergeant Sulpice auf. Sie meldet familiäre Rechte an Marie an. Ihrer Erzählung nach ist Marie ihre Nichte: die Tochter einer nicht standesgemäßen Vereinigung zwischen ihrer Schwester und dem Hauptmann Robert. Dieser hat verfügt, dass Marie nach seinem Tode von der Marquise aufgenommen werde.
Tonio hat sich inzwischen vom Regiment anwerben lassen, weil er erfahren hat, dass Maries Zukünftiger dazu gehören muss. Die Soldaten sind zwar nicht begeistert über diese Entwicklung, doch da Tonio glaubhaft versichert, dass er und Marie sich lieben, geben sie ihr Einverständnis. Doch es hilft nichts: Die Marquise nimmt Marie mit sich, während Tonio mit den Soldaten weiter ziehen muss.

In den folgenden Wochen versucht die Marquise de Berkenfield, aus Marie eine Dame der höheren Gesellschaft zu machen. Schöne Kleider, erlesene Manieren, musische Erziehung - das ganze Programm. Amüsiert beobachtet Sergeant Sulpice, der nach einer Kriegsverletzung Zuflucht im Hause der Marquise gefunden hat, die Entwicklung. Indem er zuweilen verstohlen die alten Kriegslieder anstimmt, sorgt er dafür, dass Maries Erinnerung an die glückliche Vergangenheit wachgehalten wird.
Nun wird es ernst. Die Marquise hat einen Mann für Marie auserkoren, den jungen Grafen Crakentorp. Der Ehevertrag ist fertig und soll heute unterzeichnet werden. Da kommt das 21. Regiment zurück, angeführt von Tonio, der die Marquise voller Demut um die Hand Maries bittet. Umsonst: »Meine Nichte ist bereits versprochen.« Die Marquise wirft die Soldaten hinaus und gesteht Sulpice die Wahrheit: Marie ist ihre eigene Tochter; als Mutter will sie mit der Verheiratung in den Adel ihren Fehltritt von einst wieder gut machen.
Der Graf von Crakentorp und seine Mutter, die Gräfin, werden angemeldet, alles ist bereit für die Vertrags-Unterzeichnung. Doch die Zeremonie wird unterbrochen, als die Soldaten abermals hinein platzen. Die anwesenden Adeligen erfahren nun zu ihrem Entsetzen, dass Marie keine höhere Tochter, sondern eine ehemalige Marketenderin ist. Marie bekennt sich zu ihrer »Familie« und zu ihrer Liebe zu Tonio, willigt aber ein, zu unterschreiben. Nun ist es an der Marquise de Berkenfield, Rührung zu zeigen und endlich der Ehe zwischen Tonio und Marie ihren Segen zu erteilen. Vor Freude sind die Soldaten und Hausangestellte nicht mehr zu halten.


Information:

Ort: Großes Haus, Dammtorstraße 28, 20354 Hamburg
Preise: 4,- bis 79,- EUR


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