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Freitag 30.05.2014, 19:00 - 22:00 Uhr | Großes Haus

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Richard Strauss

Arabella

Einführung um 18.20 Uhr in der Stifter-Lounge

»Die Karten fallen besser als das letzte Mal«: Eine Wahrsagerin macht Adelaide Hoffnung, dass ihre Tochter Arabella den Richtigen an ihrer Seite finden – und die Familie durch eine gute Partie vor dem finanziellen Ruin retten könnte. Anwärter gibt es nicht zu knapp: Nur der »Richtige« eben war noch nicht darunter. Doch dann tritt ein geheimnisvoller Graf aus Kroatien auf den Plan. Aber die Karten prophezeien Unheil: Wird sich Arabellas Schwester am Ende zwischen beide stellen? Arabellas Schwester?

Mit »Elektra« hatten sie begonnen, mit »Arabella« beendeten Richard Strauss und sein kongenialer Librettist Hugo von Hofmannsthal ihre langjährige Zusammenarbeit: Und ebenso wie der rachsüchtigen Königstochter verhalfen sie auch der schwelgerischen Wienerin zu ganz persönlichem Ausdruck. Hofmannsthals feine Charakterzeichnungen und Strauss’ schillernde Tonmalerei verbinden sich in »Arabella« zu einem großen Sittengemälde - dessen Mischung aus Pathos und Humor dem gemeinsamen Schaffen eine weitere Farbe zufügte. Die Uraufführung der Oper, 1933 in Dresden, erlebte Hofmannsthal indes nicht mehr. Wenige Tage nach Fertigstellung des Textes zu seiner bittersüßen »lyrischen Komödie« starb er.

Nach einer Inszenierung von Sven-Eric Bechtolf
Bühnenbild: Rolf Glittenberg
Kostüme: Marianne Glittenberg
Chor: Christian Günther

Mit deutschen Übertexten
Unterstützt durch die Stiftung zur Förderung der Hamburgischen Staatsoper

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Arabella, die schöne Tochter des Grafen Waldner, wird von vielen Männern begehrt: Die drei Grafen Elemer, Dominik und Lamoral werben um sie, und auch der junge Offizier Matteo ist in sie verliebt. Seine Hoffnungen werden von der ihm zugetanen Zdenka genährt. Sie ist die Schwester Arabellas, die jedoch als Junge auftritt, da sich die Familie Waldner außerstande sieht, zwei Töchter standesgemäß in Wien auszuführen. Arabella aber möchte auf den Richtigen warten und zeigt Zdenka vom Fenster aus einen fremden Mann, dem sie zuvor auf der Straße begegnet war und der auf sie einen starken Eindruck gemacht hatte. Dieser Fremde ist Mandryka. Ein Brief Waldners an seinen verstorbenen Onkel gleichen Namens hat ihn nach Wien gerufen. Waldner hat, von Schulden bedrängt, seinem reichen Freund und Regimentskameraden nach Slawonien geschrieben und ein Bild Arabellas beigelegt. Der junge Mandryka und alleinige Erbe hatte sich auf Anhieb in das Bild verliebt und hält nun bei Waldner um Arabellas Hand an. Da sie in ihm den Richtigen erkennt, gibt auch sie ihm ihr Wort, möchte aber während des Fiakerballs mit einem letzten Tanz von ihren Verehrern und von ihrer Mädchenzeit Abschied nehmen.

Dem verzweifelten Matteo steckt Zdenka ein Kuvert zu, in dem sich, wie sie ihm sagt, der Schlüssel zu Arabellas Zimmer befände. Dort würde ihn Arabella noch diese Nacht erwarten. Mandryka wird zufällig Zeuge dieses Gesprächs und glaubt sich von Arabella betrogen. Vor der ganzen Ballgesellschaft macht er, angefeuert von der Fiakermilli, seiner Eifersucht Luft. Inzwischen ist Arabella vom Ball heimgekehrt und trifft in der Hotelhalle auf Matteo, der meint, sie eben in ihrem Zimmer in den Armen gehalten zu haben und nicht versteht, dass sie nun so spröde ist. Mandryka erscheint in Begleitung von Arabellas Eltern und glaubt, sie der Untreue überführt zu haben. Er will die Verlobung lösen. Arabella ist fassungslos. Da aber stürzt Zdenka, als Mädchen erkenntlich, herbei. Sie selbst hat Matteo im dunklen Zimmer empfangen und will sich nun in die Donau stürzen. Der beschämte Mandryka hält für Matteo um die Hand Zdenkas an. Und auch sein Glück wird besiegelt: Arabella verzeiht ihm und reicht ihm dafür, dem Brauch seiner Heimat entsprechend, ein Glas reinen, klaren Wassers. Alles kommt, wie die Kartenaufschlägerin es zu Beginn vorausgesagt hatte.

© Hamburgische Staatsoper


Information:

Ort: Großes Haus, Dammtorstraße 28, 20354 Hamburg
Preise: 5,- bis 98,- EUR


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