Left
Right

Samstag 24.03.2012, 19:00 - 21:45 Uhr | Großes Haus

print

Peter I. Tschaikowsky

Pique Dame

Einführung um 18.20 Uhr in der Opera stabile

Der Außenseiter Herman liebt Lisa, die mit dem Fürsten Jelezkij verlobt ist. Herman ist leidenschaftlicher Spieler: Er will alles daran setzen, zu Geld und Ansehen zu kommen, um Lisa zu gewinnen. Als er erfährt, dass ihre Großmutter das Geheimnis dreier Karten kennt, mit denen man immer gewinnt, nimmt das Schicksal seinen Lauf.

INSZENIERUNG: Willy Decker
BÜHNENBILD UND KOSTÜME: Wolfgang Gussmann
LICHT: Hans Toelstede

in russischer Sprache mit deutschen Übertexten

MEHR
Erstes Bild
In den russischen Offizierskreisen gilt der deutsche Ingenieur-Offizier Hermann als Außenseiter. Jeden Abend sitzt er mit den anderen am Spieltisch, ohne jedoch eine Karte anzurühren. Seit einiger Zeit wirkt er noch bedrückter als sonst. Graf Tomsky entlockt ihm sein Geheimnis: Er hat sich in eine ihm unbekannte junge Adlige verliebt. Da Hermann mittellos und bürgerlicher Herkunft ist, erscheint ihm eine Verbindung mit ihr unmöglich.
Fürst Jeletzky stellt den Offizieren seine Verlobte Lisa und deren gräfliche Großmutter vor. Entsetzt erkennt Hermann in Lisa seine heimlich Angebetete. Der Anblick Hermanns erschreckt Lisa und erscheint der alten Gräfin als böses Omen.
Tomsky erzählt den Umstehenden, dass die Gräfin in ihrer Jugend eine Schönheit war, die in Paris als "Moskauer Venus" gefeiert wurde. Als leidenschaftliche Kartenspielerin hatte sie einmal alles verloren. Um den Preis einer Liebesnacht erfuhr sie jedoch von dem Grafen Saint-Germain drei unschlagbare Karten, mit denen sie ihr gesamtes Vermögen zurück gewann. Nachdem sie das Geheimnis ihrem Ehemann und einem Liebhaber weitergegeben hatte, wurde sie von einem Geist gewarnt. Sollte sich ihr ein Dritter nähern, der in Liebe entbrannt ist und das Geheimnis erfahren will, werde sie sterben. Tomskys Erzählung hinterlässt bei Hermann einen starken Eindruck. Da bricht ein Unwetter los. Alle fliehen. Hermann schwört, Lisa für sich zu gewinnen - oder zu sterben.

Zweites Bild
Am Abend ihrer Verlobung mit Fürst Jeletzky ist Lisa unglücklich. Auch ihre Freundin Polina kann ihre Ängste und Zweifel nicht zerstreuen. Allein zurückgeblieben offenbart Lisa der Nacht das Geheimnis ihrer Seele: Nicht zu Jeletzky, sondern zu dem geheimnisvollen Offizier Hermann fühlt sie sich hingezogen. Plötzlich erscheint Hermann und verlangt, dass Lisa über sein Schicksal entscheiden solle: Liebe oder Tod. Nach innerem Kampf zwischen Neigung und Pflicht gibt sie ihren Gefühlen nach.

Drittes Bild
Auf einem Maskenball wirbt Jeletzky vergeblich um Lisas Vertrauen. Er gesteht ihr seine aufrichtige Liebe, muss jedoch die Fremdheit zwischen ihnen erkennen. Lisa überlässt Hermann einen Schlüssel zu einer Geheimtür zum Zimmer der Gräfin, durch das er in ihre Räume gelangen kann. Hermann glaubt nun, das Schicksal werde ihm helfen, die drei Karten zu erfahren.

Viertes Bild
Hermann versteckt sich im Zimmer der Gräfin. Er ahnt, dass die schicksalhafte Begegnung für einen von ihnen den Tod bringen wird. Die Gräfin kehrt vom Ball zurück und jagt ihre Begleiterinnen fort. Sie versinkt in Erinnerungen an ihre Glanzzeit in Paris und singt ein Lied aus jenen Tagen. Plötzlich steht Hermann vor ihr. Er bittet sie inbrünstig, ihr das Geheimnis der drei Karten zu verraten. Doch die Gräfin bleibt stumm. Als er eine Pistole zieht, um sie zu erschrecken, stirbt sie vor Entsetzen.
Lisa kommt hinzu und glaubt, dass Hermann der Mörder sei.

Fünftes Bild
Durch einen Brief erfährt Hermann, dass Lisa ihm verziehen hat. Sie bittet ihn um ein mitternächtliches Treffen. Hermanns Gedanken kreisen nur noch um die verlorene Chance, das Kartengeheimnis zu lüften. Er will alles vergessen, doch die Stimmen eines Totengesangs lassen vor seinen Augen die Bilder des Begräbnisses der Gräfin wiedererstehen. In einer Vision erscheint ihm der Geist der Alten und nennt die drei gewinnbringenden Karten: Drei, Sieben, As.

Sechstes Bild
Zwischen Verzweiflung und Hoffnung schwankend, wartet Lisa auf Hermann. Als er endlich kommt, vermag er sich nur einen kurzen Augenblick an seine Liebe zu Lisa erinnern. Sein Ziel ist der Spielsaal, wo er mit dem erhofften Gewinn die gemeinsame Zukunft sichern will. Lisa kommt zu der schmerzhaften Einsicht, dass Hermanns Spielleidenschaft größer ist als seine Liebe zu ihr.

Siebtes Bild
Im Spielsaal herrscht ausgelassene Stimmung beim Kartenspiel. Das überraschende Erscheinen des Fürsten Jeletzky ruft allgemeines Erstaunen hervor. Er hat die Absicht, sich an Hermann für den Verlust Lisas zu rächen. Nach der Devise "Pech in der Liebe, Glück im Spiel" will er an diesem Abend zum ersten Mal spielen. Da erscheint Hermann. Nachdem er, wie von dem Geist der Gräfin vorausgesagt, mit den ersten beiden Karten gewinnt, wagt niemand mehr gegen ihn den Einsatz. Nur Jeletzky stellt sich einem weiteren Spiel. Hermann setzt seinen gesamten Gewinn auf die dritte Karte. Doch er deckt nicht das As, sondern eine Pik Dame auf und verliert. Er richtet die Waffe gegen sich. In einer letzten Vision sieht er Lisa, die ihm verzeiht.


Information:

Ort: Großes Haus, Dammtorstraße 28, 20354 Hamburg
Preise: 5,- bis 97,- EUR


Unsere Empfehlungen ..

Katja Kabanova

Sonntag 03. Apr 2016
15.00 Uhr

Mehr

Eugen Onegin

Samstag 02. Apr 2016
19.30 Uhr

Mehr

Das schlaue Füchslein

Donnerstag 05. Nov 2015
19.30 Uhr

Mehr