Zur mobilen Website wechseln
Staatsoper Hamburg

Staatsoper Hamburg Keyvisual


 
Giacomo Puccini

Madama Butterfly

Letzte Aufführung
DO, 22.11.2012 19:00 Uhr

    Staatsoper Hamburg

    Akt I

    Während eines Landaufenthalts in Nagasaki beschließt der amerikanische Marineoffizier Benjamin Franklin Pinkerton, sich zum Zeitvertreib eine Frau und ein Wohnung zu mieten.
    Goro, Heiratsvermittler und Makler, der auch die von Pinkerton gewünschte »echt japanische« Hochzeit arrangiert hat, führt diesem kurz vor der Ankunft der Braut stolz die Wohnung und die Bedienstenen vor.
    Dem Konsul Sharpless, der als Vertreter der Vereinigten Staaten an der Hochzeit teilnehmen muss, erzählt Pinkerton übermütig, er habe all dies, einschließlich der Braut, für 999 Jahre gemietet. Sharpless ist skeptisch, er ermahnt Pinkerton zur Vorsicht, denn eine kurze Begegnung mit der Braut, der Geisha Cio-Cio San – Madama Butterfly – , hat ihn davon überzeugt, dass ihre Ernsthaftigkeit und Pinkertons Leichtfertigkeit nicht gut zueinander passen.
    Butterfly erscheint mit ihren Freundinnen und bezaubert mit ihrer Geisha-Kunst die beiden Männer.
    Der »Parade« der Verwandten steht Pinkerton amüsiert gegenüber, bis Butterfly ihn zur Seite nimmt und ihm gesteht, sie wäre im Missionshaus gewesen, um mit dem neuen Leben auch eine neue Religion anzunehmen.
    Die Hochzeitszeremonie ist schnell abgewickelt und Goro bezahlt die Anwesenden für ihr »japanisches« Schauspiel. Doch noch während der Toast gesprochen wird, stört Butterflys Onkel, ein Bonze, die Gesellschaft: Er verflucht Butterfly und wird dabei von den Verwandten unterstützt, die diese nun einstimmig verstoßen.
    Endlich allein, tröstet Pinkerton die weinende Butterfly, die sich bald »verstoßen, aber glücklich« ihrem leidenschaftlichen »Ehemann« hingibt.


    Akt II

    Drei Jahre später, in derselben Wohnung. Während Suzuki, Butterflys Vertraute und Dienerin, Zweifel gegenüber der versprochenen Rückkehr von Pinkerton hat, verteidigt Butterfly vehement ihre Vision: »Eines schönen Tages« wird das Schiff mit ihm kommen, davon ist sie überzeugt. Das Warten auf den Geliebten ist zum Sinn und Inhalt ihres Lebens geworden.
    Mit einer Nachricht von Pinkerton kommt Sharpless zu Besuch. Beim Anblick des Briefes überwältigt Butterfly den Konsul mit ihrer Freude und lässt ihn nicht zu Wort kommen. Goro, der sich eifrig bemüht, die attraktive Butterfly noch einmal ertragreich zu verheiraten, bringt den reichen Yamadori. Überzeugt von der Rückkehr ihres amerikanischen Mannes, gibt Butterfly ironisch und in bester Geisha-Manier Yamadori den Laufpass, was bei den drei Männern Bedenken auslöst: Sharpless weiß, dass Pinkerton zwar kommt, aber in Be¬gleitung seiner Ehefrau, und dass er Butterfly nicht sehen möchte.
    Erneut allein mit Butterfly, wird Sharpless die traurige Nachricht endlich los. Diese reagiert zutiefst getroffen und erzählt Sharpless von einem gemeinsamen Kind, von dem Pinkerton nichts weiß. Gerührt von dem traurigen Schicksal der jungen Frau, verspricht Sharpless beim Abschied, Pinkerton davon zu unterrichten.
    Kanonenschüsse kündigen ein Schiff an – Pinkertons Schiff. Eben noch verzweifelt, nun übewältigt von der Aussicht der nahenden Rückkehr des geliebten Mannes, möchte Butterfly mit Suzukis Hilfe die Wohnung und sich selbst auf sein Kommen vorbereiten. Dann begibt sie sich auf Nachtwache, um Pinkerton zu erwarten.

    Akt III

    Am Morgen nach der Nachtwache schickt Suzuki die erschöpfte Butterfly zur Ruhe.
    Kaum ist diese eingeschlafen, präsentieren sich Sharpless und Pinkerton. Suzuki, die entsetzt die Frau in Pinkertons Begleitung sieht, soll Butterfly zur Herausgabe des Kindes bewegen. Während Suzuki für ihre Herrin und Freundin leidet und Sharpless wiederholt, er hätte alles vorausgesagt, und man müsse nun an das Kind denken, bereut Pinkerton seine Verantwor-tungslosigkeit und verlässt fluchtartig, von seiner Frau Kate getröstet, das »Blütenheim« seiner unmöglichen Liebe zu Butterfly.
    Butterfly erwacht und sieht, statt ihres Geliebten, Sharpless und Kate Pinkerton. Nach einem kurzen Ausbruch wahrer Verzweiflung fasst sie sich und verlangt, Pinkerton möge das Kind persönlich abholen, in einer halben Stunde.
    Sie schickt Suzuki weg, nimmt Abschied von ihrem Leben und tötet sich, kurz bevor Pinkerton, sie rufend – wie sie es in ihrer Vision vorhergesehen hatte – zurückkommt.

    Fotos: © Bernd Uhlig