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Staatsoper Hamburg

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Ballett von John Cranko nach Alexander Puschkin

Onegin

Letzte Aufführung
DI, 4.12.2012 19:30 Uhr


»Ein andrer ... Nein! Es kann auf Erden / Mein Herz sich keinem andern weihn! / So ließ des Schöpfers Hand mich werden, / So will's der Himmel: ich bin Dein,« gesteht Tatjana in einem Brief dem Müßiggänger Onegin. Es ist der Beginn einer Liebe, der es durch ihre Ungleichzeitigkeit nicht vergönnt ist, in Erfüllung zu gehen.

John Crankos Klassiker des Handlungsballetts erzählt die Geschichte des gefallsüchtigen Onegin und der empfindsamen Tatjana. In seinem Ballett folgt Cranko dem 1833 erschienenen Versroman von Alexander Puschkin, der ein schillerndes Panorama der Gesellschaft seiner Zeit entwirft.

Crankos ausgewogene Zeichnung der vier Hauptrollen ist eingebettet in die Feinsinnigkeit einer Erzählstruktur, die viel Raum lässt für Begegnungen zwischen Onegin, Tatjana, Lenski und Olga. Seine Charaktere sind atmende Menschen statt festgefügter Modelle. Die Dynamik seiner Bewegungssprache folgt dem psychologischen Vorgang der Handlung und lässt Puschkins bildmächtige Poesie Eingang finden in die Welt des Tanzes.

»Die einzige Premiere in unserer Jubiläumsspielzeit bezieht sich auf meine Anfänge in Deutschland. Cranko schuf sein überaus erfolgreiches Ballett 1965 während meines Engagements als Tänzer beim Stuttgarter Ballett. Seine Art, den literarischen Stoff in Tanz zu verwandeln, hat mich tief geprägt. Noch heute ist Crankos klare und verständliche Sprache für mich beispielhaft«, ergänzt John Neumeier.